Wiener Rentenmarkt im Späthandel weiter uneinheitlich

Wien (APA) - Der Wiener Rentenmarkt hat am Dienstag seine uneinheitliche Tendenz weiter fortgesetzt. Am Nachmittag fand der Rentenmarkt jedo...

Wien (APA) - Der Wiener Rentenmarkt hat am Dienstag seine uneinheitliche Tendenz weiter fortgesetzt. Am Nachmittag fand der Rentenmarkt jedoch einen leichten Aufwärtstrend. Die anfänglichen Verluste in den längeren Laufzeiten konnten weitgehend aufgeholt werden, die 5-jährige Anleihe konnte sogar leichte Kursgewinne verzeichnen.

Der Nachrichtenkalender war am heutigen Dienstag gut befüllt. Neben europäischen Arbeitslosenzahlen standen auch Einkaufsmanagerindizes aus Europa und den USA zur Veröffentlichung auf der Agenda.

Die Arbeitslosenrate blieb im Mai in der Eurozone stabil bei 11,6 Prozent. In der Statistik scheint Österreich als das Land mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit, gefolgt von Deutschland auf. Am unteren Ende der Liste finden sich Griechenland und Spanien mit jeweils über 50 Prozent Arbeitslosen. Für Juni wurde in Österreich allerdings ein Anstieg von Arbeitslosen errechnet. Demnach stieg die Arbeitslosigkeit um 12,8 Prozent beziehungsweise 0,9 Prozentpunkte auf 7,4 Prozent.

Die Stimmung in der Eurozone hat sich dagegen im Juni stärker als erwartet eingetrübt. Der europäische Einkaufsmanagerindex fiel von 52,2 Punkten auf 51,8 Zähler. Auch in den USA konnte das Barometer die Prognosen nicht erreichen. Statt dem erwarteten Anstieg auf 55,8 Punkte, fiel der ISM-Index im verarbeitenden Gewerbe sogar leicht auf 55,3 Zähler. Der Wert bleibt allerdings weiter sehr deutlich über der Expansionsschwelle von 50 Punkten und damit auf einem für Börsianer vielversprechendem Niveau.

Um 16:15 Uhr notierte die Leitemission am europäischen Rentenmarkt, der deutsche Euro-Bund Future mit Juni-Termin, mit 147,05 um 4 Basispunkte über dem Schlussstand vom Vortag (147,01). Heute Früh notierte der Rentenfuture mit 146,91. Das Tageshoch lag bisher bei 147,16, das Tagestief bei 146,85, die Tagesbandbreite umfasst damit bisher 31 Basispunkte. In Frankfurt wurden bisher etwa 329.893 Juni-Kontrakte gehandelt.

Die Rendite der 30-jährigen heimischen Bundesanleihe lag am Nachmittag bei 2,34 (zuletzt: 2,33) Prozent, die der zehnjährigen Benchmark-Anleihe bei 1,36 (n.v.) Prozent, jene der fünfjährigen bei 0,33 (0,36) Prozent und die Rendite der zweijährigen Emission betrug 0,01 (0,01) Prozent.

Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Benchmark-Anleihe betrug für die 30-jährige Bundesanleihe am Nachmittag 17 (zuletzt: 17) Basispunkte. Die zehnjährige Referenz-Bundesanleihe lag 34 (n.v.) Basispunkte über der deutschen Zinskurve. Für die fünfjährige errechnet sich ein Rendite-Abstand von 20 (21) Basispunkten und für die zweijährige ein Aufschlag von zwei (zwei) Punkten gegenüber der vergleichbaren deutschen Anleihe.

Börsenkurse und Interbankhandel-Taxen von ausgewählten Benchmark-Anleihen:

~ Emission LZ Kupon Handel --- Rendite Börse --- -- --- Geld Brief zuletzt Bund 44/06 30 3,15 117,28 117,40 2,34 105,8 Bund 23/10 10 1,75 102,33 104,33 1,36 98,95 Bund 18/10 5 1,15 103,44 103,48 0,33 100,15 Bund 15/07 2 3,50 103,58 103,60 0,01 103,6 ~