Vorwärts Tirol schließt 3 - Krumschnabel „überrascht und erleichtert“
Innsbruck (APA) - Die Landtagsabgeordnete Andrea Krumschnabel hat sich gegenüber der APA über ihren Ausschluss aus Partei und Klub von Vorwä...
Innsbruck (APA) - Die Landtagsabgeordnete Andrea Krumschnabel hat sich gegenüber der APA über ihren Ausschluss aus Partei und Klub von Vorwärts Tirol zwar „überrascht“, aber auch „erleichtert“ gezeigt. Es sei zwar unglaublich, dass man sie ohne jedes Gespräch abserviert habe, aber sie sei auch froh „nicht mehr dabei und bei diesem Hickhack nun außen vor“ zu sein. Ihre Zukunft sah sie als freie Abgeordnete.
„Zum momentanen Stand habe ich nicht den Plan, mich einer anderen Fraktion anzuschließen“, erklärte Krumschnabel. Ihrer nunmehrigen Ex-Partei bescheinigte sie, bereits nicht mehr am Leben zu sein: „Wenn du bemerkst, dass dein Pferd gestorben ist, dann steig ab. Das Vorwärts-Pferd ist tot“. Sie sei am Dienstag zur Vorbereitungstreffen für die kommenden Landtagssitzungen gekommen. Dort habe Klubobmann Hans Lindenberger erklärt, dass er nun den Antrag auf ihren Ausschluss stellen werde.
Es sei - entgegen Lindenbergers Aussagen - nie ihr Ziel gewesen, ihn abzulösen, betonte Krumschnabel. Sie habe ihn lediglich darauf hingewiesen, dass er endlich alle in der Partei einen müsse. Als dieser gemeint habe, wer solle den Klubobmann den sonst bekleiden außer ihm und gedroht habe, er werde alles hinschmeißen, hätte sie geantwortet: „Wenn du den Hut nimmst, dann mache es im Notfall ich“. Mit Lindenberger rechnete Krumschnabel scharf ab. Dieser spinne „Verschwörungstheorien“ und sei der „Geburtshelfer und Totengräber“ der Partei in einem.
Der nunmehrige Schritt hänge ihrer Meinung nach unter anderem damit zusammen, dass sie sich für eine gekündigte Pressesprecherin - „unsere beste Mitarbeiterin“ - eingesetzt habe, meinte die Landtagsabgeordnete. Als sie mit den „Beiräten“, einem Expertengremium von Vorwärts Tirol, über die Personalie habe reden wollen, sei ihr gedroht worden, sie wegen parteischädigendem Verhalten vor das Parteischiedsgericht zu stellen. Krumschnabel erklärte, dass in jüngerer Vergangenheit auch Mitglieder dieses Gremiums zurückgetreten wären.
Kommentare