Vorwärts Tirol: Da waren es nur noch drei Landtagsabgeordnete
Innsbruck (APA) - Die noch relativ junge Partei Vorwärts Tirol steckt erneut in Turbulenzen: Innerparteiliches Gezänk hat am Dienstag dazu g...
Innsbruck (APA) - Die noch relativ junge Partei Vorwärts Tirol steckt erneut in Turbulenzen: Innerparteiliches Gezänk hat am Dienstag dazu geführt, dass die Bewegung künftig nur mehr mit drei statt mit vier Mandataren im Landesparlament vertreten sein wird. LAbg. Andrea Krumschnabel wurde aus Partei und Klub ausgeschlossen. Das ist bereits die zweite veritable Krise in der Geschichte der jungen Bewegung.
Denn bereits nach der Landtagswahl im April 2013 hatten innerparteiliche Grabenkämpfe die Partei auf Trab gehalten. Unmittelbar nach dem Urnengang, bei dem die Partei mit 9,54 Prozent und vier erreichten Mandaten unter ihren Erwartungen geblieben war, duellierte sich das Lager rund um Lindenberger mit den beiden Vorwärts-Gründerinnen, der ehemaligen ÖVP-Landesrätin Anna Hosp und Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI). Die Streitigkeiten gipfelten zwischenzeitlich gar in gerichtlichen Auseinandersetzungen, ehe sie bei einem Einigungsparteitag im Dezember 2013 aus dem Weg geräumt wurden. Hosp zog sich aus der Politik zurück, und Lindenberger blieb Klubobmann unter einer neuen Parteiführung.
Ein vorläufig neuer Höhepunkt ist der Parteiausschluss Krumschnabels, den Lindenberger am Dienstag mit „fehlender Teamfähigkeit und mangelndem Vertrauen“ begründet hat. Die Entscheidung habe sich bereits „seit einigen Wochen angebahnt“, meinte Lindenberger gegenüber der APA. Dass Krumschnabel ihre Ambitionen, Lindenberger abzulösen und selber Klubobfrau zu werden, in parteiinternen Mails kundgetan habe, sei nicht der Hauptgrund gewesen, erklärte Lindenberger: „Aber es war ein Mitgrund“. Am vergangenen Samstag hatte die Bewegung noch ihre Einigkeit betont. Man blicke auf sechs Monate sachliche politische Arbeit nach dem Einigungsparteitag im Dezember 2013 zurück, meinte Parteiobmann Hansjörg Peer.
Krumschnabel zeigte sich gegenüber der APA zwar überrascht, aber auch erleichtert über ihren Ausschluss aus Partei und Klub. Ihrer nunmehrigen Ex-Partei bescheinigte sie bereits nicht mehr am Leben zu sein: „Wenn du bemerkst, dass dein Pferd gestorben ist, dann steig ab. Das Vorwärts-Pferd ist tot“. Ihre politische Zukunft sah Krumschnabel indes als freie Abgeordnete im Landtag: „Zum momentanen Stand habe ich nicht den Plan, mich einer anderen Fraktion anzuschließen.“
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