Orban bekräftigt Entschlossenheit zum Bau von „South Stream“
Belgrad/Budapest (APA) - Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat am Dienstag in Belgrad die Entschlossenheit seines Landes bekräftigt, di...
Belgrad/Budapest (APA) - Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat am Dienstag in Belgrad die Entschlossenheit seines Landes bekräftigt, die Bauarbeiten am Gaspipeline-Projekt „South Stream“ fortzusetzen. Sollte jemand die Umsetzung des Projektes zu verhindern suchen, so müsste er eine Alternative anbieten, meinte Orban nach einem Treffen mit seinem serbischen Amtskollegen Aleksandar Vucic.
„Ungarn wird South Stream errichten, da es dadurch die Sicherheit der Energieversorgung erhöht und wir werden nicht zulassen, in eine Situation zu geraten, in welcher die Lage in Ungarn von der Ukraine abhängt“, wurde Orban von der staatlichen Presseagentur Tanjug zitiert. Diejenigen, die den Bau von South Stream nicht wollten, müssten sagen, „wie wir zu Energieträgern kommen würden“.
Bulgarien hatte im Juni die Arbeiten am Pipeline-Projekt unterbrochen. Die EU-Kommission prüft, ob der Bau der Pipeline durch den russischen Staatskonzern Gazprom mit EU-Recht vereinbar ist. Nach den EU-Regeln ist es unzulässig, dass ein Erdgaslieferant zugleich den Zugang zu den Pipelines kontrolliert.
In Serbien gibt es derzeit noch keine Klarheit, ob der Bau der Pipeline wie zuvor geplant im Sommer fortgesetzt sein wird.
Kommentare