Künftiger Schwarzenberg-Casinobetreiber Gauselmann setzt 2013 mehr um
Wien (APA) - Der deutsche Glücksspielkonzern Gauselmann, der in Wien zusammen mit der Schweizer Stadtcasino Baden im Palais Schwarzenberg ei...
Wien (APA) - Der deutsche Glücksspielkonzern Gauselmann, der in Wien zusammen mit der Schweizer Stadtcasino Baden im Palais Schwarzenberg ein Casino errichten will, hat 2013 mehr umgesetzt. Trotz „schwieriger Rahmenbedingungen“ am Heimatmarkt Deutschland belief sich der konsolidierte Umsatz im Vorjahr auf 1,191 Mrd. Euro, nach 1,115 Mrd. im Jahr davor, so ein Sprecher des Konzerns am Dienstag zur APA.
Die Gauselmann-Gruppe kämpft in Deutschland mit sich verschärfenden Rahmenbedingungen für das Automatenspiel. Die deutsche Regierung will nämlich Tricks der Industrie, um den Spielerschutz zu umgehen, verbieten. Wie in Österreich soll u. a. die Automatiktaste untersagt werden. Mit dieser können Spieler binnen kurzer Zeit um viel Geld zocken. Auch das Punktespiel, bei dem der eingeworfene Geldbetrag sofort in Punkte umgewandelt wird, soll es künftig nicht mehr geben.
„Automatenkönig“ Paul Gauselmann warnte in einer Aussendung erneut vor einem dadurch drohendem Kahlschlag ab 2017. Mehr als 50 Prozent der Branchenarbeitsplätze würden wegfallen, „wenn Rechtsprechung oder politische Vernunft dies nicht ausbremsen“.
Der Konzern, der in Deutschland durch seine „Merkur“-Spielstätten bekannt ist und dem in Österreich die „Cashpoint“-Wettsalons gehören, beschäftigt insgesamt 8.161 Mitarbeiter. Aufgrund der Situation in Deutschland setzt die Gruppe vermehrt auf Sportwetten, Internetspiel und aufs Ausland. Mittlerweile mache der Anteil des Auslandsumsatzes mehr als 40 Prozent aus. Die Investitionen des Konzerns schrumpften 2013 auf 214 Mio. Euro (2012: 286 Mio.).
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