Steinmeier rief Israelis und Palästinenser zur Zusammenarbeit auf
Berlin/Jerusalem/Ramallah (APA/AFP) - Nach der Ermordung von drei israelischen Jugendlichen im Westjordanland hat der deutsche Außenminister...
Berlin/Jerusalem/Ramallah (APA/AFP) - Nach der Ermordung von drei israelischen Jugendlichen im Westjordanland hat der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier Israelis und Palästinenser zur Zusammenarbeit aufgerufen. Beide Seiten müssten die Todesumstände gemeinsam aufklären, schrieb Steinmeier in einem Gastkommentar für die „Bild“-Zeitung (Mittwochsausgabe).
Die Mörder müssten „schnell gefunden und zur Rechenschaft gezogen“ werden - mitsamt ihrer Hintermänner. Nicht noch mehr Unschuldige dürften zu Schaden kommen. „Wenn diese Tragödie in eine neue, nicht enden wollende Spirale der Gewalt führt, hätten die Täter ihr Ziel erreicht.“
Der Minister fügte hinzu, zur Fortsetzung des Friedensprozesses und zu einer Zwei-Staaten-Lösung gebe es „keine Alternative“. Israelis und Palästinenser müssten an den Verhandlungstisch zurückkehren, „besser früher als später“. Dafür müsse verloren gegangenes Vertrauen wiederhergestellt werden. Gerade „im Moment größter Trauer und Wut“ gelte es „besonnen zu bleiben“.
Die drei israelischen Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 19 Jahren waren am 12. Juni im Westjordanland verschleppt und danach von ihren Entführern ermordet worden. Nach dem Fund der Leichname hatte Israel der radikalen Palästinenserorganisation Hamas, die sie für die Tat verantwortlich macht, mit Vergeltung gedroht
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