UN-Sicherheitsrat verurteilte Ermordung von israelischen Jugendlichen

Jerusalem/Ramallah/New York (APA/AFP) - Der UN-Sicherheitsrat hat die Ermordung der drei israelischen Jugendlichen im Westjordanland „auf da...

Jerusalem/Ramallah/New York (APA/AFP) - Der UN-Sicherheitsrat hat die Ermordung der drei israelischen Jugendlichen im Westjordanland „auf das Schärfste“ verurteilt. In einer am Dienstag in New York einstimmig verabschiedeten Erklärung rief das Gremium zudem alle Parteien in dem Konflikt auf, auf Maßnahmen zu verzichten, „die die Situation weiter destabilisieren könnten“.

Israel und die palästinensische Autonomiebehörde seien auch nach dem Mord, einem „Akt des Hasses“, aufgerufen, zusammenzuarbeiten und die Verantwortlichen zu finden und vor Gericht zu stellen. Fast zeitgleich wurden in Israel die drei Jugendlichen unter großer Anteilnahme beigesetzt. Zehntausende kamen zu der Trauerfeier für die Talmudschüler in Modiin, unter ihnen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und Präsident Shimon Peres.

Netanyahu drohte am Abend vor einer erneuten Sitzung des Sicherheitskabinetts mit einer Verstärkung der Bombenangriffe auf Stellungen der Hamas im Gazastreifen. Der Einsatz im Westjordanland werde parallel fortgesetzt. Laut dem Fernsehen schloss er aber eine Bodenoffensive im Gazastreifen oder die erneute Besetzung des Gebiets aus.

Bei der wochenlangen Suchaktion nach den Jugendlichen im Westjordanland hatten die israelischen Sicherheitskräfte 420 Palästinenser festgenommen, die meisten von ihnen Mitglieder der Hamas. Sechs Palästinenser wurde bei dem Einsatz bisher getötet.