Obama zu Irak-Konflikt - „Was ich ablehne, ist ein dummer Krieg“
Bagdad/Washington (APA/AFP) - Als der damalige US-Präsident George W. Bush im März 2003 die US-Armee in den Irak einmarschieren ließ, war Ba...
Bagdad/Washington (APA/AFP) - Als der damalige US-Präsident George W. Bush im März 2003 die US-Armee in den Irak einmarschieren ließ, war Barack Obama noch ein einfacher Abgeordneter im Senat des Bundesstaats Illinois. Der Irakkrieg ist eng mit dem politischen Aufstieg Obamas verbunden - nun muss er als Präsident verhindern, dass das Zweistromland vollends im Chaos versinkt. Ein Überblick über Zitate Obamas zum Irak:
„Ich lehne nicht alle Kriege ab. Was ich ablehne, ist ein dummer Krieg. Was ich ablehne, ist ein unüberlegter Krieg. (...) Ich mache mir keine Illusionen über Saddam Hussein. Er ist ein brutaler Mann. (...) Aber ich weiß auch, dass Saddam keine unmittelbare und direkte Gefahr für die Vereinigten Staaten oder seine Nachbarn darstellt.“
Rede Obamas auf einer Kundgebung gegen den Irakkrieg im Oktober 2002:
„Das US-Militär hat im Irak tapfer und brillant seine Leistung abgerufen. Unsere Soldaten haben alles gemacht, um was wir sie gebeten haben - und noch mehr. Aber keine Zahl an amerikanischen Soldaten kann die politischen Differenzen überwinden, die einem Bürgerkrieg in einem anderen Land zugrunde liegen.“
Rede Obamas im Senat in Washington, als er im Jänner 2007 ein Gesetz gegen die von Bush geplante Aufstockung der US-Militärpräsenz in die Kongresskammer einbrachte. Der Gesetzentwurf, der einen Abzug aller US-Kampftruppen aus dem Irak bis März 2008 vorsah, scheiterte.
„Ich habe mich erhoben und diesen Krieg abgelehnt, wissend, dass er uns von den echten Bedrohungen ablenken würde, denen wir gegenüberstehen. (...) Ich werde diesen Krieg im Irak verantwortungsvoll beenden und den Kampf gegen Al-Kaida und die Taliban in Afghanistan beenden.“
Rede Obamas nach seiner Kür zum Präsidentschaftskandidaten auf dem Wahlparteitag der Demokraten im August 2008
„Der Irak ist kein perfekter Ort. Er steht vor vielen Herausforderungen. Aber wir hinterlassen einen souveränen, stabilen und selbstständigen Irak, mit einer vom Volk gewählten Regierung. Wir bauen eine neue Partnerschaft zwischen unseren Nationen.“
Rede Obamas im Dezember 2011 vor heimkehrenden Soldaten auf der Militärbasis Fort Bragg:
„Amerikanische Truppen werden nicht zum Kampf in den Irak zurückkehren. Aber wir werden den Irakern im Kampf gegen die Terroristen helfen, die das irakische Volk, die Region und auch amerikanische Interessen bedrohen. (...) Wir sind bereit für gezielte und präzise Militäraktionen, wenn wir feststellen, dass die Lage vor Ort es erfordert. (...) Es gibt für den Irak keine militärische Lösung, mit Sicherheit keine mit den USA an der Spitze.“
Erklärung Obamas zur Lage im Irak am 19. Juni 2014, in der er auch die Entsendung von 300 US-Militärberatern ankündigt und eine Einbindung aller Bevölkerungsgruppen in den politischen Prozess im Irak verlangt.
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