Irak - Tote bei Gewalt zwischen Armee und schiitischen Gläubigen

Bagdad (APA/dpa) - Bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Anhängern eines hohen schiitischen Geistlichen sind im Irak mehrere Me...

Bagdad (APA/dpa) - Bei Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Anhängern eines hohen schiitischen Geistlichen sind im Irak mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Die Gewalt brach am Dienstagabend in der Stadt Kerbela aus, als die Polizei Gefolgsleuten des religiösen Führers Mahmoud al-Sorchi das Gebet vor einem wichtigen schiitischen Grabmal untersagte, wie Augenzeugen berichteten.

Auseinandersetzungen habe es auch in der Stadt Diwanija südlich von Kerbela gegeben, berichteten irakische Medien. Die Regierung verhängte eine Ausgangssperre. Laut dem irakischen Nachrichtenportal „Al-Sumeria“ kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Anhängern des Geistlichen. Demnach wurde Al-Sorchi einst von der US-Armee gesucht, weil er für den Tod von Soldaten verantwortlich sein sollte. Seine Beziehungen zu anderen hohen schiitischen Geistlichen im Irak gelten als angespannt.

Kerbela liegt rund 100 Kilometer südlich von Bagdad. Die Stadt ist für Schiiten eine heiligte Stätte, weil dort der von ihnen als Märtyrer verehrte Imam Hussein begraben liegt.