Hollywood-Produzent Cohn findet viele Drehbücher zu schlecht
München – Deutsche Filmemacher nehmen sich nach Ansicht des sechsfachen Oscar-Preisträgers Arthur Cohn (87) oft zu wenig Zeit für die Drehbü...
München – Deutsche Filmemacher nehmen sich nach Ansicht des sechsfachen Oscar-Preisträgers Arthur Cohn (87) oft zu wenig Zeit für die Drehbücher. „Die Leute sind zu schnell zufrieden“, sagte der Schweizer Filmproduzent am Dienstagabend bei einer Gala, die das Filmfest München ihm zu Ehren gab. Es werde überhaupt nicht mehr in Erwägung gezogen, an Drehbüchern zu feilen.
Für ihn gelte: „Ein gutes Drehbuch kann von einem mittelmäßigen oder gar schlechten Regisseur nicht kaputt gemacht werden.“ Das Drehbuch-Problem gelte nicht nur für Deutschland, sondern für Filmemacher überall in Europa, sagte Cohn.
Sollten Filme wegen der Thematik oder des Hauptdarstellers in Deutschland erfolgreich sein, bringe das gar nichts. „Filme, die so gemacht sind, funktionieren vielleicht im eigenen Land, aber nicht international.“ Er nehme sich immer das US-amerikanische Publikum als Zielgruppe. (APA/dpa)
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