Martin Pollack auf Shortlist für „Tractatus“-Preis des Philosophicums
Lech/Linz (APA) - Der oberösterreichische Schriftsteller Martin Pollack ist unter den sechs Nominierten für den mit 25.000 Euro dotierten Es...
Lech/Linz (APA) - Der oberösterreichische Schriftsteller Martin Pollack ist unter den sechs Nominierten für den mit 25.000 Euro dotierten Essay-Preis „Tractatus“ des Philosophicums Lech. Der 70-Jährige wurde von der Jury - bestehend aus Ursula Pia Jauch, Rüdiger Safranksi und Franz Schuh - für sein Werk „Kontaminierte Landschaften“ auf die Shortlist gereiht. Der Preis wird am 19. September in Lech verliehen.
Neben Pollack sind auch der Schweizer Peter Bieri für „Eine Art zu leben“ sowie die Deutschen Manfred Geier („Geistesblitze. Eine andere Geschichte der Philosophie“), Wilhelm Schmid („Gelassenheit: Was wir gewinnen, wenn wir älter werden“), Ilija Trojanow („Der überflüssige Mensch“) und Barbara Vinken („Angezogen. Das Geheimnis der Mode“) nominiert. Bisherige Preisträger sind Franz Schuh (2009), Kurt Flasch (2010), Norbert Bolz (2011), Herbert Schnädelbach (2012) und Kurt Bayertz (2013).
Der privat finanzierte Preis - er gehört zu den höchstdotierten im deutschsprachigen Raum - wurde auf Anregung des Vorarlberger Schriftstellers Michael Köhlmeier ins Leben gerufen. „Prämiert werden herausragende deutschsprachige kulturwissenschaftliche Publikationen, die philosophische Fragen in erweitertem Sinne ambitioniert und einer breiten Öffentlichkeit verständlich auf dem immer wichtiger werdenden Feld geistiger Auseinandersetzungen und Standortbestimmungen diskutieren“, so der wissenschaftliche Philosophicum-Leiter Konrad Paul Liessmann. Berücksichtigt würden dabei besonders die Relevanz des Themas, die sprachliche Gestaltung sowie die Originalität des Denkansatzes.
In seiner 18. Auflage widmet sich das Philosophicum Lech von 17. bis 21. September dem Thema „Schuld und Sühne. Nach dem Ende der Verantwortung“. Im Zentrum der Tagung wird der Widerspruch stehen, dass der Mensch als mündiges Subjekt zwar für seine Taten Verantwortung übernehmen muss, in einer immer komplexeren Gesellschaft aber kaum jemand mehr die Folgen des eigenen Tuns überblickt.
(S E R V I C E - 18. Philosophicum Lech: „Schuld und Sühne. Nach dem Ende der Verantwortung“, 17. bis 21. September 2014, Lech am Arlberg; Informationen im Internet unter www.philosophicum.com)