Mehr als 370 Sicherheitskräfte binnen sechs Monaten in Jemen getötet

Sanaa (APA/AFP) - Im Kampf gegen radikale Islamisten und bei Attentaten sind im Jemen in der ersten Jahreshälfte mehr als 370 Sicherheitskrä...

Sanaa (APA/AFP) - Im Kampf gegen radikale Islamisten und bei Attentaten sind im Jemen in der ersten Jahreshälfte mehr als 370 Sicherheitskräfte getötet worden. Von insgesamt 374 Toten gehörten 211 der jemenitischen Armee an, so die Agentur AFP am Mittwoch. Die Spezialkräfte des Innenministeriums beklagten 94 Tote. 34 Opfer waren Polizisten, 17 weitere Geheimdienstler. Weitere Tote verzeichnete die Präsidentengarde.

Die Sicherheitskräfte gehen im südlichen Jemen gegen Kämpfer des Terrornetzwerks Al-Kaida und im Norden des Landes gegen schiitische Aufständische vor. Extremisten hatten im Frühjahr 2011 die Schwäche der Regierung des damaligen Staatschefs Ali Abdallah Saleh genutzt, um ihren Einfluss auszubauen. Aus den Städten wurden sie inzwischen vertrieben, doch werden weiterhin regelmäßig Anschläge verübt.

Wie am Mittwoch bekannt wurde, wurden im Südosten Jemens bei Gefechten zwischen zwei Stämmen mindestens 15 Menschen getötet. Angehörige beider Stämme sagten AFP, in dem Konflikt gehe es um ein karges Stück Land auf der Grenze ihrer jeweiligen Siedlungsgebiete, unter dem Ölvorkommen vermutet würden. Bei den Kämpfen am Dienstag wurden demnach auch zahlreiche weitere Menschen verletzt.