Unternehmen

ÖBB wehren sich gegen die ÖVP

Wien – ÖBB-Chef Christian Kern beteuert zwar, sich in die politische Debatte über Steuern und Reformen nicht einmischen zu wollen. Seitens d...

Wien –ÖBB-Chef Christian Kern beteuert zwar, sich in die politische Debatte über Steuern und Reformen nicht einmischen zu wollen. Seitens der ÖVP und ihres Parteichefs Finanzminister Michael Spindelegger wird die Bahn aber immer wieder als Objekt für Reformen und Einsparungen genannt, zuletzt am Montag in der TT-Lounge in Wien.

Kern wehrt sich nun gegen diesen „Spuk“, wie er gestern sagte. So sei es falsch, dass die ÖBB um 30 Prozent teurer bauten als die Bahnen in Deutschland und der Schweiz. Im Gegenteil: Während die Instandhaltung für einen Kilometer Bahn in Österreich 79.000 € koste, seien es in Deutschland 82.000 € und in der Schweiz gar 130.000 €.

Der „Spuk“ werde erst zu Ende sein, wenn die Steuerreform beschlossen ist, mutmaßte Kern. Klar sei jedenfalls eines: Wer die Investitionen der Bahn in Frage stelle, müsse ganz konkret über die Folgen dieser Sparpolitik reden. Und das müsste bedeuten, auch Großprojekte wie den Brenner-Tunnel in Frage zu stellen. (sabl, APA)