Madoff-Gläubigeranwalt blitzte mit Riesenklage gegen Bank Austria ab

Wien (APA) - Die Bank Austria kann in der Causa Madoff vorerst autatmen. Der Gläubigeranwalt Irving Picard ist in den USA beim Höchstgericht...

Wien (APA) - Die Bank Austria kann in der Causa Madoff vorerst autatmen. Der Gläubigeranwalt Irving Picard ist in den USA beim Höchstgericht (Supreme Court) mit einer Riesenklage gegen die Bank Austria und die nicht mehr existente kleine Wiener Bank Medici von Sonja Kohn abgeblitzt, schreibt der „Standard“ (Mittwoch). Picard hatte von den beiden Banken 19,6 Mrd. Dollar (14,3 Mrd. Euro) gefordert.

„Aus Sicht der Bank Austria ist das durchaus eine positive Entscheidung“, sagte ein Sprecher zur APA. Der Fall Madoff ist für die Bank Austria aber noch nicht abgeschlossen. In den USA sind zwei weitere Picard-Verfahren gegen die UniCredit-Tochter anhängig, außerdem laufen strafrechtliche Ermittlungen. Die Bank Austria ist über den Primeo-Fonds in die Miliarden-Betrugscausa rund um den mittlerweile inhaftierten früheren Wall-Street-Star Bernard Madoff involviert. Über den Fonds flossen hohe Summen in das Madoff‘sche Schneeballsystem.

Der Masseverwalter Picard vertritt direkt von dem Betrugsfall betroffene Gläubiger. Er hat bisher gut 9 Mrd. Dollar erstritten bzw. via Abwicklung erlöst. Davon kamen 2,6 Mrd. Dollar von der Madoff-Hausbank JPMorgan, die es als Hausbank versäumt hatte, Auffälligkeiten bei den Finanzvehikeln zu melden. Insgesamt haben sich bis dato 51.700 Opfer aus 191 Ländern, darunter auch Österreicher, an einen Madoff-Entschädigungsfonds gewandt. Sie haben Forderung in Höhe von 40 Mrd. Dollar angemeldet.

~ WEB http://www.bankaustria.at ~ APA248 2014-07-02/12:08