EU-Kommission will mehr Arbeitsplätze für „grüne Wirtschaft“

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission fordert mehr Arbeitsplätze für eine nachhaltige „grüne Wirtschaft“ in Europa. Der am Mittwoch präsentierte...

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission fordert mehr Arbeitsplätze für eine nachhaltige „grüne Wirtschaft“ in Europa. Der am Mittwoch präsentierte Vorschlag sieht Maßnahmen zur Optimierung einer CO2-armen sowie energie- und ressourceneffizienten Wirtschaft vor. EU-Sozialkommissar Laszlo Andor erklärte, es gehe darum, umweltfreundliche Jobs von hoher Qualität zu schaffen.

EU-Umweltkommissar Janez Potocnik meinte, die Umstellung auf eine grüne Wirtschaft biete die Chance, die internationale Wettbewerbsfähigkeit Europas zu verbessern und hochwertige nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen.

Der Maßnahmen des grünen Aktionsplans umfassen mehrere Punkte. So müssten Qualifikations- und Wissensdefizite beseitigt werden, die Steuerlast vom Faktor Arbeit auf den Faktor Umweltverschmutzung verlagert sowie der Dialog zwischen Arbeitgebervertretern und Gewerkschaften für eine Umstellung auf eine grüne Wirtschaft gefördert werden. Schließlich müssten die Auswirkungen der grünen Wirtschaft auf den Arbeitsmarkt im Rahmen des Europäischen Semesters zur besseren Budgetüberwachung der Staaten kontrolliert und analysiert werden.

Die Brüsseler Behörde nahm außerdem Vorschläge für den Übergang Europas zu einer Kreislaufwirtschaft und zur Förderung von Recycling an. Damit könnten bei Erfüllung der neuen Zielvorgaben für Abfälle 580.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Außerdem könnte die Nachfrage nach teuren und knappen Ressourcen verringert werden. Den Plänen zufolge sollen die Europäer bis 2030 insgesamt 70 Prozent der Siedlungsabfälle und 80 Prozent der Verpackungsabfälle recyceln. Ab 2025 soll die Deponierung recycelbarer Abfälle verboten sein.