Landespolitik

Zwei SPÖ-Vizes fix, zwei sind noch offen

Happy ist Ingo Mayr nicht, dass die Cannabis-Debatte seinen Start als neuer SPÖ-Chef dominiert. Er stehe jedoch 100 Prozent zu dem Beschluss...

Happy ist Ingo Mayr nicht, dass die Cannabis-Debatte seinen Start als neuer SPÖ-Chef dominiert. Er stehe jedoch 100 Prozent zu dem Beschluss und ist für die Entkriminalisierung von leichten Drogen wie Cannabis. Klubchef Gerhard Reheis ergänzte, dass der SPÖ-Bundesparteivorstand eine Arbeitsgruppe zu diesem Thema eingerichtet hat. Am Dienstag steht Mayr erstmals parteiintern im Rampenlicht. Beim Landesparteivorstand werden seine vier Stellvertreter gewählt, eine davon wird die Frauenvorsitzende Selma Yildirim sein. „Ansonsten stelle ich mir ein regional ausgewogenes Team vor.“ Ob NR Max Unterrainer (Innsbruck-Land), der am Parteitag mit Elisabeth Blanik und Thomas Pupp die meisten Streichungen erhielt, Vize wird, bleibt abzuwarten.

Gemeinsam mit Gerhard Reheis absolvierte Mayr am Mittwoch seinen Landtags-Schnuppertag. Reheis will bis 2018 Klubchef bleiben, für Mayr ist das derzeit die beste Variante. „Aber in der Politik ist vieles möglich.“

Die Funktion des SP-Chefs übt Mayr ehrenamtlich aus. Beim Arbeitsmarktservice (AMS) ist er von der Kundenbetreuung freigestellter Zentralbetriebsratsvorsitzender, gleichzeitig ist er noch Bürgermeister von Roppen. Eine Reduktion seiner Arbeitszeit beim AMS sei aber nicht notwendig, so Mayr.

Die Landesregierung hat am Dienstag beschlossen, die Flüchtlingskoordination des Landes auszugliedern. Das könnte Auswirkungen für den jetzigen Flüchtlingskoordinator Meinhard Eiter haben. Nach den Plänen von Landesrätin Christine Baur (Grüne) soll die „Tiroler Soziale Dienste GmbH“ gegründet werden. Die Geschäftsführung würde ausgeschrieben. Eiter müsste sich also um seinen alten Job neu bewerben. Die Flüchtlingskoordination hat inklusive Heimleitungen rund 50 Mitarbeiter, Eiter den Job seit 2010. (pn, aheu)