China beschränkt Fasten zum Ramadan in muslimischem Xinjiang
Peking (APA/dpa) - Mehrere Schulen und Behörden haben in Chinas muslimisch geprägter Region Xinjiang das Fasten zum Ramadan verboten. Auf de...
Peking (APA/dpa) - Mehrere Schulen und Behörden haben in Chinas muslimisch geprägter Region Xinjiang das Fasten zum Ramadan verboten. Auf den Internetseiten der Einrichtungen wurden Warnungen veröffentlicht, entgegen der Tradition tagsüber nicht auf Essen und Trinken zu verzichten. In Sozialen Netzwerken berichteten Nutzer am Mittwoch, dass ihre Lehrer sie zwangen, in der Öffentlichkeit Wasser zu trinken.
Wegen der Spannungen zwischen den Uiguren und Han-Chinesen gilt Xinjiang seit langem als Konfliktherd.
Bei mehreren Anschlägen wurden in den vergangenen Monaten Dutzende Zivilisten getötet. Chinesische Sicherheitsbehörden machen religiöse Fundamentalisten und Separatisten dafür verantwortlich. Seit Anfang 2013 sind rund 300 Menschen bei Zwischenfällen zwischen Uiguren und chinesischen Sicherheitskräften ums Leben gekommen, wie Menschenrechtsgruppen mitteilten.
Der Fastenmonat Ramadan hat für die weltweit rund 1,3 Milliarden Muslime eine besondere Bedeutung. Die im Koran verankerte Pflicht zum Fasten ist neben täglichen Gebeten, dem Glaubensbekenntnis, dem Geben von Almosen und der Wallfahrt nach Mekka einer der fünf Grundpfeiler des Islams. Im neunten Monat des islamischen Mondkalenders sollen Muslime von Tagesanbruch bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex verzichten.
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