US-Soldaten in Bagdad mit Hubschraubern und Drohnen ausgestattet

Washington/Bagdad (APA/AFP) - Die USA haben zum Schutz ihrer Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad Kampfhubschrauber und Drohnen abg...

Washington/Bagdad (APA/AFP) - Die USA haben zum Schutz ihrer Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad Kampfhubschrauber und Drohnen abgestellt. Helikopter vom Typ Apache und unbemannte Überwachungsflugzeuge sowie für deren Einsatz geschulte Militärangehörige seien vor Ort geschickt worden, sagte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums am Dienstag (Ortszeit).

US-Präsident Barack Obama hatte am Montag die Stationierung von 200 zusätzlichen Soldaten in Bagdad angeordnet, um die Sicherheit der Diplomaten und Mitarbeiter der Botschaft zu gewährleisten. Damit stieg die Zahl der dafür eingesetzten Soldaten auf rund 500.

Neben der Botschaft soll das Kontingent auch den Zugang zum Flughafen von Bagdad sichern, sagte der Vertreter des Verteidigungsministeriums. Darüber hinaus ordnete Obama die Entsendung von bis zu 300 Militärberatern an, welche die irakische Regierung im Kampf gegen die Jihadistenoffensive unterstützen sollen. 180 Berater sind bereits vor Ort.

Die sunnitische Extremistengruppe Islamischer Staat im Irak und in Großsyrien (ISIS) hatte vor drei Wochen eine Großoffensive im Norden des Iraks gestartet und dort große Regionen unter ihre Kontrolle gebracht. Am Sonntag rief sie in Teilen des Iraks und Syriens ein „Kalifat“ als Kern eines Gottesstaats aus und benannte sich in Islamischer Staat (IS) um.

Ihr Anführer Abu Bakr al-Bagdadi, der sich zum „Kalifen“ ernennen ließ, forderte am Dienstag Muslime in aller Welt auf, sich ihm anzuschließen. „Wer in den Islamischen Staat auswandern kann, sollte auswandern“, sagte er in einer Audiobotschaft. Dies gelte besonders für Muslime, die militärische Erfahrung hätten, sowie Ärzte, Ingenieure, Juristen und Manager.