Fußball-WM: Splitter 3 - WM-freie Zone, Polizei als Party-Crasher
Rio de Janeiro (APA/dpa) - Weitere Splitter von der Fußball-WM in Brasilien:...
Rio de Janeiro (APA/dpa) - Weitere Splitter von der Fußball-WM in Brasilien:
Nicht ganz Brasilien fiebert vor den Bildschirmen mit: In Sao Paulo, nur drei Kilometer vom WM-Eröffnungsstadion Arena Corinthians entfernt, haben Tausende obdachlose Familien aus Protest gegen die Wohnungsnot ein großes unbebautes Gelände besetzt. Der einzige Fernseher der Hütten-Siedlung bleibt zu den WM-Partien konsequent aus. „Hier wird kein Fußball geschaut. Wer die Spiele sehen möchte, muss zu Verwandten gehen“, sagte Marciano Kappaun, ein Anthropologe der Universität Sao Paulo, der den Protest begleitet. Die Aktion unter dem Motto „Copa do Povo“ (Volks-WM), wird von der Bewegung obdachloser Arbeiter (MTST) organisiert. „Wir stehen hinter der brasilianischen Mannschaft und wünschen uns den WM-Titel, lehnen aber die Millionen-Ausgaben für das Turnier ab“, erklärte eine Besetzerin.
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Die Anwälte von Kameruns Star Samuel Eto‘o haben einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach dessen Pass von der Sicherheitsbehörde seines Landes konfisziert worden sei. In einer am Mittwoch von der Zeitung „Le Jour“ veröffentlichten Erklärung warfen sie dem Blatt vor, falsche Informationen verbreitet zu haben. Eto‘o habe sich nach der Rückkehr von der WM in der Hauptstadt Yaounde aufgehalten, dann seine Eltern in Duala besucht und verbringe jetzt Zeit mit seiner Familie. Die falschen Informationen würden mit dem Ziel verbreitet, die von Präsident Paul Biya veranlasste Untersuchung des schwachen Abschneidens der Mannschaft bei der WM in Brasilien zu beeinflussen, so Eto‘os Anwälte. Nach dem Gruppen-Aus des Teams hatte das Staatsoberhaupt Premierminister Philemon Yang angewiesen, die Gründe für das Scheitern zu untersuchen und ihm innerhalb von 30 Tagen Bericht zu erstatten.
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Auch in Brasilien gibt es Grenzen für Fußball-Fans: Die Polizei hat am Mittwoch in einem Szeneviertel von Sao Paulo eine WM-Straßenparty aufgelöst. An der Feier hatten Hunderte vornehmlich argentinische Fans teilgenommen. Nach Medienberichten soll dabei mindestens eine Schreckschussgranate abgefeuert worden sein. Verletzte oder Festnahmen gab es nicht. Die Argentinier hatten bis tief in die Nacht den 1:0-Sieg über die Schweiz gefeiert. Rund 200 Polizeibeamte machten der Party schließlich ein Ende. Bei den Fans stieß das auf Unverständnis: „Behandelt ihr so eure Besucher?“, fragte ein Argentinier enttäuscht. Ein WM-Fan aus den USA sagte der Zeitung „Folha de Sao Paulo“: „Gut, dass uns die (US-)Regierung vor der Gewalt der Polizei gewarnt hat. Die Brasilianer sind sehr freundlich, aber warum behandelt uns man so? Wir feiern nur die Copa.“
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Für Arjen Robben hat Bondscoach Louis van Gaal einen ganz großen Anteil am Viertelfinal-Einzug der Niederlande. „Wir haben einen fantastischen Trainer, der genau weiß, wann er welchen Spieler bringen muss“, sagte Robben in einem Interview auf der FIFA-Homepage. Mit dem bisherigen Abschneiden am Zuckerhut ist der 30-Jährige sehr zufrieden, allerdings soll im Viertelfinale noch nicht Schluss sein. „Wir sind gemeinsam auf einer Mission“, betonte der Bayern-München-Spieler. „Du kommst nicht zu einer WM, um das Wetter und den Strand von Rio zu genießen. Du hoffst, Spiele zu gewinnen und so weit wie möglich zu kommen.“ Im Viertelfinale trifft die Elftal am Samstag auf Costa Rica.
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