Spanische Polizei sprengte Menschenschmuggler-Ring

Madrid (APA/AFP) - Die spanische Polizei hat einen Menschenschmuggler-Ring gesprengt, der mit Hilfe gestohlener Pässe rund tausend Menschen ...

Madrid (APA/AFP) - Die spanische Polizei hat einen Menschenschmuggler-Ring gesprengt, der mit Hilfe gestohlener Pässe rund tausend Menschen illegal nach Europa eingeschleust haben soll. Die Reisepässe seien Staatsbürgern aus Deutschland, Belgien, Frankreich und den Niederlanden entwendet und anschließend verfälscht worden, teilte die spanische Polizei am Mittwoch mit.

Sechs Mitglieder der Bande, darunter deren mutmaßlicher Anführer, seien in Spanien festgenommen worden, zwei weitere Mitglieder in Marokko. Der Polizei zufolge existierte das Netzwerk seit mindestens zehn Jahren. Die gestohlenen Pässe wurden demnach in einer Brüsseler Werkstatt für die Nutzung durch illegale Einwanderer präpariert und dann nach Marokko gebracht.

Von dort seien Migranten mit den Pässen in die spanische Enklave Ceuta eingereist und hätten anschließend mit der Fähre das spanische Festland erreicht. In der spanischen Hafenstadt Algeciras angekommen, zahlten die illegal Eingereisten ihren Schmugglern jeweils 8.000 bis 10.000 Euro, wie die Polizei mitteilte. Von den Gewinnen sei ein Großteil in den Drogenschmuggel geflossen.