Europas Leitbörsen schließen uneinheitlich und wenig verändert

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch wenig verändert aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligt...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch wenig verändert aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 6,46 Einheiten oder 0,20 Prozent auf 3.252,25 Zähler.

Zurückhaltung dominierte den Handel an den europäischen Aktienmärkten. Marktteilnehmer verwiesen auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht, die beide am Donnerstag am Programm stehen.

Dass die Zeichen am US-Arbeitsmarkt auf Entspannung stehen, zeigte unterdessen der im Späthandel veröffentlichte Job-Bericht des privaten Arbeitsvermittlers ADP. Im Juni wurden so viele neue Jobs geschaffen wie seit Ende 2012 nicht mehr. Zudem fiel der Anstieg deutlich höher aus als Analysten vermutet hatten: Anstelle der erwarteten 200.000 Stellen waren es sogar 281.000. Der Handel in Europa profitierte davon jedoch nicht - der Euro-Stoxx-50 drehte nach leichten Zugewinnen im Frühhandel am Nachmittag sogar ins Minus.

Bei den Einzeltiteln verloren Orange 3,52 Prozent auf 11,38 Euro und standen damit am unteren Ende des Euro-Stoxx-50. Der französische Telekomkonzern hat Fusionsplänen auf dem Heimatmarkt eine Absage erteilt. Die von der Orange gesetzten Bedingungen seien nicht erfüllt worden, begründete das Unternehmen.

Eine andere Fusion im europäischen Telekomsektor dürfte hingegen kurz bevorstehen. Die EU-Kommission dürfte dem geplanten Zusammenschluss von E-Plus und O2 zustimmen. Die niederländische KPN hatte bereits im Juli 2013 angekündigt, seine deutsche Tochter E-Plus an den spanischen Konkurrenten Telefonica mit der deutschen Marke O2 verkaufen zu wollen. Die Aktien von Telefonica schlossen mit Abschlägen von 0,91 Prozent, KPN verloren 1,93 Prozent.

Stark präsentierten sich hingegen die Papiere der deutschen Autobauer. Daimler stiegen um 0,77 Prozent. BMW gewannen 0,62 Prozent. Volkswagen legten 0,29 Prozent zu. Die deutschen Autohersteller haben im ersten Halbjahr Produktion und Export deutlich ausgeweitet. In Deutschland wurden 2,91 Millionen Personenwagen gebaut, das waren sechs Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte 2013. Zudem deuteten am Vorabend veröffentlichte neue Zahlen eine klare Erholung des US-Automarkts an.

In Amsterdam gewannen die Aktien der ING-Versicherungssparte NN bei ihrem Börsendebüt 6,30 Prozent auf 21,26 Euro. Der niederländische Finanzkonzern hat beim Teil-Börsengang seiner europäischen Versicherungssparte gut 1,5 Mrd. Euro eingesammelt. Der Ausgabepreis lag mit 20 Euro je Aktie etwa in der Mitte der ausgegebenen Preisspanne.

Ebenfalls zum ersten Mal gehandelt wurden die Papiere der UniCredit-Tochter Fineco an der Mailänder Börse. Nach anfänglichen Zugewinnen schlossen sie unverändert bei 4,0 Euro. Die Anteilsscheine des Mutterkonzerns UniCredit gewannen 0,32 Prozent.

Anheuser-Busch hat die südböhmische Brauerei Samson vollständig übernommen. Ein Kaufpreis wurde nicht benannt. Die Papiere des belgischen Brauereikonzerns schlossen um 0,69 Prozent tiefer bei 68,60 Euro.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 2.524,74 21,57 0,86 2.503,17 Frankfurt DAX 9.911,27 8,86 0,09 9.902,41 London FT-SE-100 6.816,37 13,45 0,20 6.802,92 Paris CAC-40 4.444,72 -16,40 -0,37 4.461,12 Zürich SPI 8.509,39 2,68 0,03 8.506,71 Mailand FTSEMIB 21.678,58 115,15 0,53 21.563,43 Madrid IBEX-35 11.016,20 8,40 0,08 11.007,80 Amsterdam AEX 415,85 0,37 0,09 415,48 Brüssel BEL-20 3.166,29 14,47 0,46 3.151,82 Stockholm SX Gesamt 1.388,11 3,75 0,27 1.384,36 Europa Euro-Stoxx-5 3.252,25 -6,46 -0,20 3.258,71

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Euro-Stoxx 328,85 -0,01 -0,00 328,86 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA532 2014-07-02/18:14