Frankfurter Börse

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX hat sich am Mittwoch weiter stabilisiert. Die Ungewissheit vor der Zinsentscheidung der Europäisch...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Der DAX hat sich am Mittwoch weiter stabilisiert. Die Ungewissheit vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem monatlichen US-Arbeitsmarktbericht am morgigen „Super-Donnerstag“ hielt das Plus für den deutschen Leitindex aber in Grenzen: Zum Schluss notierte er 0,09 Prozent fester bei 9.911,27 Punkten.

Für den MDAX mittelgroßer Werte ging es um ebenfalls 0,09 Prozent auf 16.745,45 Punkte hoch. Der Technologiewerte-Index TecDAX kam mit einem Plus von 0,01 Prozent auf 1.323,74 Punkte auch kaum vom Fleck. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 verlor 0,20 Prozent auf 3.252,25 Punkte. Die nationalen Indizes in Paris und London fanden keine gemeinsame Richtung, während sich der US-Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss minimal im Plus zeigte.

„Einerseits hofft man darauf, dass EZB-Präsident Draghi die Türen für weitere geldpolitische Lockerungen offen lässt, und andererseits weiß man nicht so richtig, was man sich für den US-Arbeitsmarkt wünschen soll“, fasste Marktanalyst Jens Klatt vom Broker DailyFX das Dilemma der Anleger zusammen. Eine zu gute Entwicklung schüre die Angst vor steigenden US-Zinsen, während schwache Daten „der Hoffnung auf eine Konjunkturerholung in den USA einen Dämpfer verabreichen würden“.

Die heutigen Daten des amerikanischen Dienstleisters ADP für die Privatwirtschaft belegten indes für den Juni den stärksten Stellenzuwachs seit November 2012 - Experten hatten mit einem deutlich geringeren Plus gerechnet. Helaba-Analyst Johannes Jander sah durch die Zahlen „Zinserhöhungsfantasien tendenziell gestärkt“.

Im DAX gehörten die Lufthansa-Papiere nach einem negativen Analystenkommentar mit einem Minus von 2,33 Prozent zu den größten Verlierern. Index-Schlusslicht waren aber die Aktien der Deutschen Telekom, die nach Medienberichten um 3,26 Prozent absackten. Demnach hat die US-Wettbewerbsbehörde FTC die Telekom-Tochter T-Mobile US verklagt. Sie soll Kunden Gebühren für Dienste in Rechnung gestellt haben, die diese nicht abonniert hatten.

Rheinmetall-Titel waren aufgrund von Fusionsverhandlungen zweier Wettbewerber aus dem europäischen Rüstungssektor mit minus 1,18 Prozent einer der schwächsten Werte im MDAX. Deutschlands Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) will mit dem staatlichen französischen Rüstungskonzern Nexter Systems zusammengehen. MDAX-Spitzenreiter waren hingegen die Anteilsscheine von Bilfinger, die sich um 2,00 Prozent erholten. Am Vortag waren sie aufgrund einer Gewinnwarnung des Baudienstleisters um knapp 18 Prozent eingebrochen.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA542 2014-07-02/18:21