Medwedew erwartet wegen Ukraine „große Gaskrise“ im Herbst
Moskau/Kiew (APA/AFP) - Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew erwartet wegen des Konflikts um die Ukraine eine „große Gaskrise“ im...
Moskau/Kiew (APA/AFP) - Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew erwartet wegen des Konflikts um die Ukraine eine „große Gaskrise“ im Herbst. „Die Ukraine zahlt nicht für ihr Gas. Ihre Schulden sind riesig. Sie nehmen Gas aus den unterirdischen Speichern. Es wird im Herbst eine große Gaskrise geben“, schrieb Medwedew am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite.
Die Beendigung der Waffenruhe durch den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko am Montag nannte Medwedew einen „dramatischen Fehler“. Eine Rückkehr zu den Verhandlungen zwischen der Zentralregierung in Kiew und den prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine werde jetzt „deutlich schwieriger“ werden.
Mit Blick auf die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens der Ukraine mit der Europäischen Union sagte Medwedew, dies sei „das Recht der Ukraine“ gewesen. Doch sei es nun „das Recht Russlands“, die Beziehung anzupassen, insbesondere zum Schutz des russischen Marktes. Russland hat der Ukraine am 16. Juni das Gas abgedreht, nachdem es nicht gelungen war, sich über den Umgang mit den Schulden und die Höhe des künftigen Gaspreises zu einigen. Der Gasstreit droht auch die Gasversorgung anderer europäischer Länder zu beeinträchtigen.
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