Deutsche Bank kooperiert mit US-Ermittlungen zu Sanktionsverstößen
Frankfurt am Main/Paris/Washington (APA/AFP) - Nach der Milliardenstrafe für die französische Großbank BNP Paribas wegen des Verstoßes gegen...
Frankfurt am Main/Paris/Washington (APA/AFP) - Nach der Milliardenstrafe für die französische Großbank BNP Paribas wegen des Verstoßes gegen US-Finanzsanktionen befindet sich nun auch die Deutsche Bank im Visier der US-Justiz. Ein Sprecher der Deutschen Bank bestätigte am Mittwoch in New York, dass das Geldhaus Nachfragen der US-Behörden zu seinen Transaktionen in Dollar erhalten habe.
Die Deutsche Bank kooperiere bei den Ermittlungen, sagte der Sprecher. Das Finanzinstitut steht im Verdacht, Geschäfte mit Ländern wie dem Iran, Syrien und dem Sudan abgewickelt zu haben, die Washington auf seiner Sanktionsliste führt.
Die französische Großbank BNP Paribas hatte wegen Sanktionsverstößen eine Strafzahlung von 8,9 Milliarden Dollar (6,4 Milliarden Euro) akzeptiert. Wie das US-Justizministerium am Montag mitteilte, ist dies die höchste Strafe, die je einer ausländischen Bank in den Vereinigten Staaten auferlegt wurde. Zudem darf die BNP ab dem 1. Jänner 2015 ein Jahr lang bestimmte Geschäfte in Dollar nicht mehr abwickeln, was vor allem die Bereiche Öl und Gas betrifft.
BNP hatte sich schuldig erklärt, zwischen 2004 und 2012 tausende verbotene Transaktionen mit Kuba, dem Iran, Myanmar und dem Sudan vorgenommen und verschleiert zu haben. Am Mittwoch entschuldigte sich die französische Bank in ganzseitigen Zeitungsanzeigen in der „New York Times“ und im „Wall Street Journal“ für die Vergehen. Die Fehler hätten „nie passieren dürfen“, schrieb BNP-Chef Jean-Laurent Bonnafe darin. Zugleich betonte er, dass die Milliardenstrafe die finanzielle Stabilität der Bank nicht gefährde.
~ ISIN DE0005140008 FR0000131104 WEB https://www.deutsche-bank.de/index.htm
http://www.bnpparibas.com/ ~ APA002 2014-07-03/00:16
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