Natur

21.000 Schafe weiden auf Imster Almen

Imst – Seit Mitte Juni hat der Almsommer endgültig begonnen. Von den 2102 Tiroler Almen befinden sich 100 im Bezirk Imst. Nach den Turbulenz...

Imst –Seit Mitte Juni hat der Almsommer endgültig begonnen. Von den 2102 Tiroler Almen befinden sich 100 im Bezirk Imst. Nach den Turbulenzen rund um die Almförderungen sieht der Imster Bezirksbauernobmann und Bürgermeister von Tarrenz, Rudolf Köll, die Diskussion als beendet. „Die Almen sind nicht nur für die Bauern ein wichtiger Wirtschaftszweig. Auch der Tourismus profitiert von der gepflegten Kulturlandschaft“, betont er.

Die beinahe 76.000 Hektar an Almflächen nehmen rund ein Drittel der gesamten Bezirksfläche ein. Umso wichtiger ist es, dass diese Gebiete auch bewirtschaftet werden: „Die Beweidung und Bestoßung der Almen mit Vieh ist auch der günstigste Schutz vor Naturgefahren. Bodenerosionen werden so verhindert. Die Wasserspeicherfunktion ist enorm“, so der Bauernvertreter.

Im Bezirk stammen die Tiere von über 1840 Bauern – auch aus den Nachbargegenden. „Rund 180 Hirten umsorgen das Vieh den ganzen Sommer über. 3250 Jungrinder, 2000 Kalbinnen und Mutterkühe und rund 550 Milchkühe, 696 Pferde, 21.000 Schafe – die größte Anzahl von ganz Tirol – und 1200 Ziegen weiden auf unseren Almen“, so Köll.

Der Bezirksbauernobmann ist froh, dass für die Auftreiber „die leidige Diskussion“ um die Almflächenerfassung erledigt ist und für das kommende Jahr ein neues System wartet. „Hier sind Bauern zum Handkuss gekommen, die rechtschaffen Flächenangaben gemacht haben, aber auf Grund von Systemfehlern zur Kassa gebeten wurden“, blickt Köll auf eine turbulente Zeit zurück. (TT)