Patria-Affäre: Kroatien-, Slowenien-Deals in Finnland weiter getrennt

Helsinki/Wien (APA) - Die Prozesse zur Korruptionsaffäre um die Geschäfte des finnischen Rüstungskonzerns Patria mit Slowenien und Kroatien ...

Helsinki/Wien (APA) - Die Prozesse zur Korruptionsaffäre um die Geschäfte des finnischen Rüstungskonzerns Patria mit Slowenien und Kroatien werden weiter getrennt geführt. Das Berufungsgericht in Turku hatte am Mittwoch einen Antrag der Staatsanwaltschaft auf Zusammenlegung der beiden Verfahren zur Vorlage neuer Beweise im Fall von Slowenien abgelehnt.

Das Gericht begründete seine Entscheidung mit zu erwartenden höheren Verfahrenskosten und der Gefahr verminderten Rechtsschutzes für die Angeklagten. Während das Verfahren gegen mehrere ehemalige Patria-Chefs im Fall Kroatien im kommenden Herbst in Erster Instanz über die Bühne gehen soll, befindet sich der Prozess zum Slowenien-Deal bereits in der Berufungsphase.

Anfang Februar sprach ein Gericht in Helsinki vier ehemalige Patria-Spitzenmanager vom Vorwurf der Bestechung slowenischer Entscheidungsträger mangels ausreichender Beweise frei. Die finnische Staatsanwaltschaft will nun neue Beweise vorlegen. Laut der Nachrichtenagentur soll unter anderem ein namentlich nicht genannter Waffenexperte aus Österreich als Zeuge aussagen.