Zehn Jahre BAGS-KV: Für Hundstorfer „Erfolgsgeschichte“
Wien (APA) - Als „Erfolgsgeschichte“ hat Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) den BAGS-Kollektivvertrag anlässlich seines zehnjährigen Be...
Wien (APA) - Als „Erfolgsgeschichte“ hat Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) den BAGS-Kollektivvertrag anlässlich seines zehnjährigen Bestehens bezeichnet. Der Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft Österreich sei Ausdruck von der Qualität von Dienstverhältnissen, der Planungssicherheit für die Dienstgeber sowie von „sehr geregelten Arbeitsverhältnissen“, sagte er am Donnerstag.
Auch Wolfgang Gruber, Vorstandsvorsitzender der Sozialwirtschaft Österreich (vormals Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe - BAGS), freute sich bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Gewerkschaften GPA-djp und vida über die einheitlichen Standards, die man mit dem KV geschaffen habe.
Der BAGS-Kollektivvertrag trat am 1. Juli 2004 in Kraft, nachdem sechs Jahre lang um einen gemeinsamen Kollektivvertrag für den Bereich der Gesundheits- und Sozialen Dienste einschließlich Behindertenarbeit, der Kinderbetreuung und Jugendwohlfahrt sowie der arbeitsmarktpolitischen Dienstleistungen gerungen worden war. Der Kollektivvertrag gilt inzwischen für knapp 100.000 Arbeitnehmer im Sozial- und Gesundheitsbereich. Rund 330 Mitgliederorganisation sind von dem KV betroffen.
Nicht geschafft habe man es bisher, „ein paar Ecken und Kanten abzuschleifen“, erklärte Gruber, so müsse man etwa bei den Verwendungsgruppen noch weiterarbeiten. Das geht auch aus einer Evaluierung über den KV, durchgeführt von der Sozialökonomischen Forschungsstelle, hervor: So kritisierten einige der Befragten die Beschreibung der Verwendungsgruppen als zu unpräzise. Außerdem bringe die beschränkte Anrechnung von Vordienstzeiten für ältere Arbeitnehmer bei einem Betriebswechsel einen finanziellen Nachteil.
GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian bezeichnete den BAGS-KV als „Meilenstein“ in der Kollektivvertragsentwicklung und „insbesondere als Meilenstein in der privaten Sozialwirtschaft“. Bei der Finanzierung des Sozialbereichs, vor allem bei der Pflege „sind wir am Weg, aber noch nicht durch“, betonte er.
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