Elektroindustrie fordert Verwaltungs-, Steuer- und Bildungsreform
Wien (APA) - Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie mit knapp 60.000 Mitarbeitern fordert von der Politik endlich Reformen. „B...
Wien (APA) - Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie mit knapp 60.000 Mitarbeitern fordert von der Politik endlich Reformen. „Bei uns geht in der Bildung einfach viel zu wenig weiter“, kritisierte die ehemalige SPÖ-Spitzenpolitikerin und internationale Topmanagerin Brigitte Ederer am Donnerstag.
Einer Verländerung der Schulverwaltung erteilte sie eine Absage. Als Personalchefin des Siemens-Konzerns habe sie die Erfahrung gemacht, dass dies Schülern den Wechsel in andere Bundesländer erschwere, was auch die berufliche Mobilität der Eltern hemme.
Und auch bei der Verwaltung gäbe es sehr viel zu tun, hier sei noch immer nicht berücksichtigt worden, dass durch die EU eine zusätzliche Verwaltungsebene eingeführt wurde. Hier gäbe es bei Ländern und Bezirken „höchsten Handlungsbedarf“. Dazu bräuchte es aber eine „mutige Entscheidung der Politik“, so Ederer in ihrer Funktion als Präsidentin des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI).
Auch bei der Wohnbauförderung gebe es Reformbedarf. Entweder werde diese wieder zweckgewidmet oder „weg damit“, erklärte Ederer vor Journalisten.
Dringender Handlungsbedarf sei auch bei der „kalten Progression“ - also dem Aufsaugen von Lohnerhöhungen durch den Übertritt in eine höhere Steuerklasse - gegeben. „Die Steuerstufen wurden seit 20 Jahren nicht mehr geändert“, gibt FEEI-Geschäftsführer Lothar Roitner zu bedenken. Auch der Einstiegssteuersatz von 35 Prozent sei nicht gerade zielführend. Roitner wünscht sich, dass die Lohnnebenkosten um fünf Prozent sinken.
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