China will mit Dokumenten Japans Kriegsverbrechen belegen
Peking/Tokio (APA/dpa) - China hat historische Aufzeichnungen im Internet veröffentlicht, die japanische Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkri...
Peking/Tokio (APA/dpa) - China hat historische Aufzeichnungen im Internet veröffentlicht, die japanische Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg belegen sollen. „Japans Regierung zeichnet ein schöngefärbtes Bild der japanischen Aggressivität und kolonialen Geschichte“, warf Li Minghua von Chinas Zentralarchiv bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Peking dem Kabinett von Ministerpräsident Shinzo Abe vor.
In den kommenden 45 Tagen werde das Archiv jeden Tag ein „Geständnis“ eines in China nach dem Krieg verhörten japanischen Soldaten veröffentlichen. China versucht seit Monaten, die internationale Öffentlichkeit verstärkt auf japanische Kriegsverbrechen aufmerksam zu machen. Abes Besuch im umstrittenen Yasukuni-Schrein, wo auch Kriegsverbrecher geehrt werden, hatte China und Südkorea empört. Nach Schätzungen von Historikern hat die japanische Armee vor und während des Zweiten Weltkriegs mehr als 20 Millionen Menschen in Asien umgebracht.
Nach chinesischen Regierungsangaben kamen alleine bei einem Massaker im Jahr 1937 in der Stadt Nanjing 300.000 Menschen ums Leben. Zudem seien dort 20.000 Frauen missbraucht worden. Untersuchungen der Alliierten nach dem Krieg schätzten die Zahl der Toten in Nanjing auf 142 000. Einige konservative japanische Politiker und Wissenschaftler leugnen das Massaker allerdings bis heute.
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