Japanisches Finanzministerium sagt Behörden-Maskottchen den Kampf an

Tokio (APA/AFP) - Das japanische Finanzministerium hat den im Land weitverbreiteten Maskottchen im Comic-Stil den Kampf angesagt. Um Geld zu...

Tokio (APA/AFP) - Das japanische Finanzministerium hat den im Land weitverbreiteten Maskottchen im Comic-Stil den Kampf angesagt. Um Geld zu sparen, wies das Ministerium am Donnerstag die Behörden im ganzen Land an, den Einsatz der beliebten Maskottchen massiv zurückzuschrauben. Zur Begründung hieß es, viele der lebensgroßen bunten Figuren dienten lediglich „vagen PR-Zwecken“, ihr Nutzen sei sehr begrenzt.

Sie würden für hohe Summen angeschafft, träten zum Teil aber nur vier oder fünf Mal im Jahr überhaupt öffentlich in Erscheinung. Diese Verschleuderung öffentlicher Gelder müsse ein Ende haben. Die „yuru-kyara“ (etwa: entspannte Wesen) werden außer von Firmen auch von Regionalverwaltungen und Behörden eingesetzt. Tausende dieser niedlichen Figuren werben mit unterschiedlichem Erfolg für Sehenswürdigkeiten, öffentliche Sicherheitsmaßnahmen und andere Anliegen der Behörden. In vielen Fällen wurden sie aber auch nur angeschafft, weil andere Abteilungen auch welche hatten, wie sich bei Untersuchungen herausstellte. Dem Publikum sei der Zweck der Maskottchen, die in einigen Fällen über 10.000 Euro kosten, oftmals völlig schleierhaft, kritisierte nun das Ministerium.