Rund um die Uhr qualifizierte Beratung: NÖ Ärztedienst 141
St. Pölten (APA) - Zu Jahresbeginn 2013 hat Notruf NÖ - 144 im Auftrag des Landes die gesamte Abwicklung des Ärztedienstes 141 in Niederöste...
St. Pölten (APA) - Zu Jahresbeginn 2013 hat Notruf NÖ - 144 im Auftrag des Landes die gesamte Abwicklung des Ärztedienstes 141 in Niederösterreich übernommen. Die Bilanz der Umstellung: In eineinhalb Jahren wurden durch eigens geschultes Personal 62.000 Patienten telefonisch beraten bzw. an den zuständigen Arzt vermittelt, die Telefonkontakte führten zu 10.200 Visiten.
Das System gebe Sicherheit, erklärte Gesundheitslandesrat Maurice Androsch (SPÖ) bei einer Pressekonferenz am Donnerstag zu der Rund-um-die-Uhr-Einrichtung. Der qualifizierte Call-Taker erhebe den Bedarf, gebe Auskunft zum Beispiel über die nächstgelegene geöffnete Apotheke und entsende bei Notwendigkeit ärztliche Hilfe. 300 fahrende Ärzte stehen dafür flächendeckend in allen Sprengeln in Nachtbereitschaft, 13 Telemediziner übernehmen alternierend die Beratung. Das Land stellt für 141 jährlich 1,7 Mio. Euro zur Verfügung.
LHStv. Wolfgang Sobotka (ÖVP) verwies auch auf die niederschwellige ärztliche Versorgung, die zugleich die Ambulanzen der Spitäler entlaste. In den Telefonaten gebe es viel psychologische Unterstützung. Über die Leitstelle 144 werden jährlich 1,6 Millionen Anrufe disponiert - vom Krankenhaus-Transport über telefonische Geburtsanleitungen bis zum Alpinunfall.
Das System habe qualitative Verbesserungen bei Tag und Nacht gebracht. Es stoße auf Zufriedenheit bei den Patienten, aber durch moderne Informationsflüsse und vereinfachte elektronische Administration auch bei den Ärzten, hieß es.
Den Telefonärzten stehen modernste technische Hilfsmittel, ein Einsatzleitsystem und eine lückenlose elektronische Dokumentation zur Verfügung. Aus der Taufe wurde der NÖ Ärztedienst im Jahr 2012 gehoben, nachdem alte Strukturen eine Reorganisation des ärztlichen Bereitschaftsdienstes an Wochentagen in der Nacht notwendig gemacht hatten. Die Partner sind Notruf NÖ und die NÖ Gebietskrankenkasse.
Der Mensch stehe im Mittelpunkt, verwies deren Obmann-Stellvertreter Michael Pap auf die angestrebte optimale medizinische Versorgung. Für den Patienten sei die Klassifizierung seines Anliegens oder Notfalls wichtig, erläuterte Notruf-Geschäftsführer Christof Chwojka. In vielen Fällen könnten in der Folge Arztbesuche entfallen. Etabliert wurde auch die elektronische Informationsplattform 141.at.
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