UN-Kommissarin verurteilte Gewalteskalation in Nahost
Wien/Jerusalem (APA/Reuters) - Die UN-Menschenrechtskommissarin hat Israel und die Palästinenser für die jüngste Eskalation der Gewalt in Na...
Wien/Jerusalem (APA/Reuters) - Die UN-Menschenrechtskommissarin hat Israel und die Palästinenser für die jüngste Eskalation der Gewalt in Nahost scharf kritisiert. „Aus Sicht der Menschenrechte verurteile ich ganz und gar diese Raketenangriffe (vom Gazastreifen aus) und ganz besonders verurteile ich Israels exzessive Vergeltungsaktionen“, sagte Navi Pillay am Donnerstag in Wien.
Sie sei über die Ereignisse in der Region extrem besorgt. Pillay verurteilte auch die Entführung und Tötung eines palästinensischen Jugendlichen, nachdem die Leichen dreier ermordeter jüdischer Religionsschüler gefunden worden waren. Dieses Ausmaß von Rache sei überzogen. Eine solche Entwicklung sei nur möglich, wenn sich Regierungen nicht an die Gesetze hielten und selbst exzessiv Vergeltung übten, kritisierte sie.
In den vergangenen Tagen hat Israel mit Luftangriffen auf den Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen reagiert. In Jerusalem wurde ein 16-jähriger Palästinenser verschleppt und getötet, nachdem die Leichen von drei vermissten jüdischen Jugendlichen bei Hebron im Westjordanland gefunden worden waren.
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