1914/2014- Virtuelles Museum wird im friaulischen Redipuglia eröffnet
Rom (APA) - Die friaulische Ortschaft Redipuglia am Fuße des Karsts und Schauplatz von Gefechten im Ersten Weltkrieg ist für den größten Sol...
Rom (APA) - Die friaulische Ortschaft Redipuglia am Fuße des Karsts und Schauplatz von Gefechten im Ersten Weltkrieg ist für den größten Soldatenfriedhof Europas mit den Überresten von hunderttausend Gefallenen bekannt. Hier wird am Samstag das „Virtuelle Museum des Großen Kriegs“ eröffnet.
Untergebracht wurde das mit modernster Technologie ausgestattete Museum im Bahnhof Redipuglias. Besucher können dank 3D-Bildschirmen, Touchscreens und einer interaktiven Fotoausstellung hautnah den Alltag des Kriegs erleben und alles über Kriegstechniken und Kampfausrüstung erfahren. Gezeigt wird auch das Alltagsleben der Soldaten in den Schützengräben am Karst, sowie die Erfahrungen von Ärzten, Krankenschwestern und Militärseelsorgern in den belagerten friaulischen Dörfer. Das Museum enthält ein umfangreiches Bildarchiv.
Die Museumseinweihung finden anlässlich des Besuchs von Italiens Präsidenten Giorgio Napolitano in Redipuglia am Samstag statt. Napolitano beteiligt sich mit seinen Amtskollegen aus Kroatien und Slowenien, Ivo Josipovic und Borut Pahor, am großen Konzert für den Frieden auf dem Militärfriedhof Redipuglia, das Riccardo Muti dirigiert. Das Konzert ist ein Höhepunkt der Gedenkfeiern, die Italien für das 100. Jubiläum des Beginns des Ersten Weltkriegs plant.
Aufgeführt wird Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ in Erinnerung an die Opfer des Ersten Weltkrieges. Muti dirigiert das Jugendorchester „Luigi Cherubini“, das „European Spirit of Youth“-Orchester, sowie Chöre aus Friaul, Ljubljana, Zagreb und Budapest. Das Konzert, das vom Fernsehsender RAI live übertragen wird, zählt gleichzeitig zu den Feierlichkeiten zu Beginn des italienischen EU-Vorsitzes.
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