„Stadt als Bühne“ - Fest zur Eröffnung der Salzburger Festspiele
Salzburg (APA) - „Die Stadt als Bühne“ - diese Vision von Festspielgründer Max Reinhardt wird in Salzburg mit dem Fest zur Festspieleöffnung...
Salzburg (APA) - „Die Stadt als Bühne“ - diese Vision von Festspielgründer Max Reinhardt wird in Salzburg mit dem Fest zur Festspieleöffnung weitergetragen. Am 18. und 19. Juli treffen Künstler der Salzburger Festspiele sowie lokale und internationale Musiker, Schauspieler, Literaten und Tänzer auf das Publikum der Stadt. An 32 Spielorten sind mehr als 70 Vorstellungen angekündigt - alle Eintritte sind frei.
Der Freitag, 18. Juli, gehört der Volkskultur. Ab 16.30 Uhr knallen Brauchtumschützen ihre Salute von der Festung in die Altstadt hinunter, und eröffnen damit auch das Rennen um die begehrten Autogramme prominenter Festspielkünstler. Die Stadtmusik Salzburg, der historische Bindertanz, das Salzburger Turmblasen und die Bürgergarde werden das Volk unterhalten, bevor mit dem traditionsreichen, den gesamten Residenzplatz füllenden Fackeltanz der Höhepunkt des ersten Festtags angesagt ist.
Für den Samstag haben die Festspiele und ihre Fest-Organisatorin Renate Bienert ein buntes Allerlei zusammengestellt, wobei die Themen der Festspiele 2014 als Leitfaden der Programmgestaltung fungierten. So wird Schauspieler Philipp Hochmair sein „Jedermann reloaded“ im republic präsentieren, zusammen mit dem Duo „Die Elektrohand Gottes“. An den „Don Giovanni“ wird unter anderem die Flamenco-Gitarristin Heike Matthiesen anknüpfen, und die Sänger des „Young Singers Project“ der Festspiele werden „die schönsten Melodien aus Oper und Operette“ zum Besten geben. Den Liedern von Franz Schubert wird in einem Projekt von Lia Pale und Jazzdirigent Mathias Rüegg gehuldigt, und der Festspiel-Schwerpunkt „Islam“ soll mit dem Programm „Derwisch erzählt“ verbunden werden. „Faltenradio“ ist eine direkte Ausgliederung der Wiener Philharmoniker, diese Band bietet anspruchsvolle Musik-Clownerie. Studenten der philharmonischen Angelika-Prokopp-Sommerakademie werden Bühnenmusiken von Festspielopern geben, während sich das Landesblasorchester vor allem um Jubilar Richard Strauss kümmern wird.
„Eigentlich liegt das Fest zur Festspieleröffnung für uns ungünstig“, erklärte Präsidentin Helga Rabl-Stadler heute, Donnerstagvormittag, bei der Programmpräsentation. „Alle sind im Probestress, und die Nerven liegen blank wegen der bevorstehenden Premieren. Da müssen wir mit unseren Extrawünschen schon Überzeugungsarbeit leisten bei allen Mitarbeiten und deutlich machen, dass dieses Fest genauso wichtig ist wie eine Opernpremiere.“
Auch Künstler aus Salzburg sowie Bands und Gruppen aus dem Rest der Welt haben bei diesem künstlerischen Volksfest Auftrittsmöglichkeiten. So kommen Georg Breinschmid und zwei Jazzer aus Bulgarien, Transceivers (skandinavisch-südamerikanischer Mix), Majimaz (jüdische und arabische Musik), Pitho (Weltmusik, Jazz und Pop), Prego (britischer Rock-Humor) oder das Rocky Mountain Ballet Theatre. Umfangreich ist auch das Kindertheater, die Sonderführungen zu diversen Museen, Projekte zum 100. Todestag des Salzburg-Dichters Georg Trakl und vieles mehr.
Zwar sind alle Vorstellungen gratis, für einige aber sind Zählkarten nötig. Zwei Stück pro Person können ab 5. Juli, 9.30 Uhr, an der Tageskaste der Festspiele abgeholt werden. Am 24. August gibt die Blasmusik der Wiener Philharmoniker ein Sonderkonzert in der Felsenreitschule, auch dafür braucht man Zählkarten. Nicht gratis, aber günstig sind die Generalprobenkarten für den „Jedermann“ am 17. Juli, diese Karten gibt es ab 7. Juli, 9.30 Uhr, im Kartenbüro.
(S E R V I C E - Der Programmfolder für das Fest zur Festspieleröffnung kann heruntergeladen werden unter http://www.salzburgfestival.at. 0662 / 8045, Kartenbüro Kl. 500, Presse, Kl. 351.)
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