Rad: Starke Konkurrenz für Vorjahrssieger Zoidl bei Heim-Rundfahrt
Wien (APA) - Riccardo Zoidl sieht sich als Vorjahrssieger der Österreich-Rundfahrt bei der am Sonntag in Tulln beginnenden 66. Auflage stark...
Wien (APA) - Riccardo Zoidl sieht sich als Vorjahrssieger der Österreich-Rundfahrt bei der am Sonntag in Tulln beginnenden 66. Auflage starker Konkurrenz gegenüber. So steht der Belgier Kevin Seeldraeyers, der im Vorjahr erst am vorletzten Tag im Zeitfahren das Gelbe Trikot verloren hatte, erneut am Start, der Schwede Fredrik Kessiakoff ist als einer von drei früheren Gewinnern dabei.
Tour-Direktorin Ursula Riha sieht das heimische Acht-Etappenrennen, das zur höchsten Kategorie der Europa-Tour zählt, mit dem Termin in der ersten Woche der Tour de France gut platziert. So kommen immer wieder prominente Fahrer, die nicht in Frankreich antreten, sondern sich auf Spanien-Rundfahrt und WM vorbereiten, nach Österreich.
Zwar fehlt diesmal ein Topstar wie der vorjährige Zeitfahr-Sieger Fabian Cancellara (SUI) - in den 19 Teams (darunter die Rekordzahl von 10 ProTeams) finden sich aber namhafte Fahrer wie der zweifache Giro-Sieger Ivan Basso (ITA/Cannondale), Daniel Martin (IRL/Garmin), der Lüttich-Sieger 2013, oder Stijn Devolder (BEL), der Ex-Ö-Tour-Gewinner und zweifache Sieger der Flandern-Rundfahrt aus Zoidls Trek-Team.
Doch Basso und vor allem Martin, der auf der ersten Giro-Etappe in Nordirland einen Schlüsselbeinbruch erlitten hatte, steigen nach einer Rennpause wieder ein und dürften sich in dem enorm schwierigen Rennen (1.216 km/14.365 Höhenmeter) auf einzelne Etappen konzentrieren. „Wer wirklich Ambitionen auf den Gesamtsieg hat, wird man schon bald erkennen“, sagte Zoidl, den Thomas Rohregger, sein Vorgänger als heimischer Gewinner (2008), als Topfavorit bezeichnet. Rohregger ist heuer erstmals als Fachmann für das ORF-Fernsehen dabei.
Konkurrenz für Zoidl kommt aber auch durch Kletterspezialisten aus den Rennställen Sky (Joseph Dombrowski, Ian Boswell), Cofidis (Christophe Le Mevel/Tour-de-France-10. 2009, Jerome Coppel), Movistar (Eros Capecchi), Astana, BMC und Tinkoff-Saxo. „Ein Sieg wäre eine Superbestätigung“, meinte Zoidl im Vorfeld.
Der Oberösterreicher hat beim erneuten Gewinn des Staatsmeistertitels seine Torform bewiesen und gegenüber den reinen Kletterspezialisten auch Zeitfahr-Qualitäten. Nach zwei großen Bergankünften (Kitzbüheler Horn/3. Etappe, Dobratsch/6.) und zwei kleinen (Sonntagberg/1., St. Johann/Alpendorf/5.) wird die Prüfung gegen die Uhr am Neusiedlersee (7. Etappe am Samstag) die Entscheidung bringen.
Nach Zoidls Wechsel zum Team Trek hat Patrick Konrad dessen Kapitänsplatz bei Gourmetfein Wels eingenommen. Unterstützt wird der Niederösterreicher u.a. von den Routiniers Jure Golcer (SLO) und Matej Kvasina (CRO). Potenzial für ein gutes Abschneiden hat auch Gregor Mühlberger, der ÖRV-Vize-Meister von Tirol Cycling. Erstmals haben alle sechs heimischen Continental-Teams einen Startplatz erhalten. Von den österreichischen Legionären bei Topteams sind neben Zoidl noch der Kärntner Sprinter Marco Haller (Katjuscha) und der Wiener Ex-Staatsmeister Matthias Krizek (Cannondale) dabei.
(Grafik 0728-14, Format 134 x 126 mm)
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