Die Separatisten im Osten der Ukraine
Donezk/Luhansk (Lugansk) (APA/dpa) - In der krisengeschüttelten Ostukraine stehen Schätzungen zufolge insgesamt 20.000 Kämpfer den Regierung...
Donezk/Luhansk (Lugansk) (APA/dpa) - In der krisengeschüttelten Ostukraine stehen Schätzungen zufolge insgesamt 20.000 Kämpfer den Regierungskräften gegenüber. Ein Teil der Separatisten stammt dabei aus dem benachbarten russischen Konfliktgebiet Nordkaukasus. Nach Angaben von Experten kontrollieren die militanten Gruppen derzeit etwa ein Drittel der Region um die Großstädte Lugansk und Donezk.
Ausgerüstet sind die prorussischen Aufständischen vor allem mit Waffen, die sie in ukrainischen Kasernen erbeutet haben. Der Westen wirft Russland vor, Nachschub über die Grenze nicht zu verhindern. So sollen die Separatisten inzwischen über Dutzende Panzer verfügen.
In der „Volksrepublik Donezk“ kommandiert der Russe Igor Girkin (Strelkow) in Slawjansk etwa 5.000 Freiwillige. Der 43-Jährige soll bereits in Tschetschenien und Jugoslawien gekämpft haben. Der Region steht der Moskauer Alexander Borodaj (41) als „Regierungschef“ vor. Als weiterer wichtiger Funktionär gilt der Russe Igor Bessler (48), der in Gorlowka nördlich von Donezk die Macht übernommen hat.
In der „Lugansker Volksrepublik“ kämpft die etwa 5.000 Mann starke „Armee des Südostens“. Kommandiert wird sie vom ehemaligen Fallschirmjäger Waleri Bolotow (44), der der „Republik“ vorsteht.
Allerdings gibt es im Lager der Aufständischen unterschiedliche Strömungen. So gelten die etwa 3.000 russischen Donkosaken von Nikolai Kosizyn im Südosten als Gegner von Bolotow. Sie sehen Teile des Donezbeckens als „historische Einflusszone“. Der 58-jährige Kosizyn gilt als Drahtzieher der Entführung von OSZE-Beobachtern.
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