Skigebiet Dachstein-West dank neuer Investitionen gerettet

Annaberg-Lungötz (APA) - Für das Skigebiet Dachstein-West im Grenzgebiet von Salzburg und Oberösterreich ist nun eine Lösung gefunden worden...

Annaberg-Lungötz (APA) - Für das Skigebiet Dachstein-West im Grenzgebiet von Salzburg und Oberösterreich ist nun eine Lösung gefunden worden. Am Mittwoch gab es eine Einigung über die Finanzierung dringender Investitionen auf Salzburger Seite, ohne die der Fortbestand der gesamten Skischaukel auf der Kippe gestanden wäre, geht aus der Landeskorrespondenz hervor.

Vor allem in Annaberg besteht akuter Investitionsbedarf. Die Konzession für die zentrale Zubringerbahn in das Skigebiet (Riedlkarbahn) ist ausgelaufen und kann nicht verlängert werden. Auf oberösterreichischer Seite hat das Land in den vergangenen Jahren schon einen zweistelligen Millionenbetrag in die Modernisierung und Erhaltung der Liftgesellschaft investiert und plant dies auch für die Zukunft. „Zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Salzburger Teile im Skigebiet und damit letztendlich auch zur langfristigen Absicherung der gesamten Skischaukel war Handlungsbedarf gegeben“, sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP).

Folgende Neuerungen kann es jetzt geben: Noch heuer wird als Ersatz für den Riedlkar-Lift die 8er-Kabinenbahn Donnerkogel errichtet. In etwa drei Jahren soll dann auch der Anger-Express (Ersatz für den Anger-Schlepplift) als 6er-Sesselbahn mit Wetterschutzhaube neu errichtet werden. Die beiden Liftgesellschaften in Annaberg und Rußbach werden zur Bergbahnen Dachstein-West GmbH fusioniert, welche in Zukunft den gesamten Bergbahnbetrieb auf Salzburger Seite des Skigebiets übernehmen wird.

Die Finanzierung des Gesamtprojekts mit Investitionskosten von rund 25,8 Mio. Euro erfolgt über den Raiffeisenverband Salzburg. Das Land Oberösterreich bzw. die Dachstein-Tourismus AG als Eigentümer der Gosauer Seite des Skigebiets haben sich nach Verhandlungen mit Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) bereit erklärt, eine Mio. Euro für den Bau des Anger-Express beizusteuern. Das Land Salzburg unterstützt die Gesamtinvestition mit 7 Mio. Euro aus Geldern der Salzburg-Anleihe (4,6 Millionen Euro als Beteiligung sowie 2,4 Millionen Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss).