Polizisten erschossen 52-jährigen 2 - Mann regelrecht durchsiebt

Wien (APA) - Gerhard A., auf den 20 Schüsse abgegeben wurden, war von den WEGA-Beamten regelrecht durchsiebt worden. Wie die Obduktion ergab...

Wien (APA) - Gerhard A., auf den 20 Schüsse abgegeben wurden, war von den WEGA-Beamten regelrecht durchsiebt worden. Wie die Obduktion ergab, hatten ihn im Brustbereich acht Projektile getroffen. Wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nina Bussek, erklärte, sei auch ein möglicher Notwehrexzess - das Überschreiten der an sich zulässigen Notwehr bzw. Nothilfe - geprüft und letzten Endes verneint worden.

Der 52-Jährige habe das Messer, mit dem er einen WEGA-Beamten traf und der dank einer Schutzweste unverletzt blieb, nicht aus der Hand gegeben. „Er hat weiter Stichbewegungen ausgeführt“, erläuterte Bussek. Folglich „konnten die Beamten davon ausgehen, dass der Angriff anhält“ und sich in Bezug auf den attackierten Kollegen zulässigerweise auf Nothilfe berufen können, so Bussek.

Die WEGA-Kräfte wären allerdings auch mit Taser, Pfefferspray und Schlagstöcken ausgerüstet gewesen. Möglicherweise wäre in dem engen Stiegenhaus - die acht Männer und der angeblich Tobende bewegten sich auf wenigen Quadratmetern, wobei sich jeweils vier Beamte links und rechts vom Türstock postiert hatten - der Taser-Einsatz die bessere Wahl gewesen wäre.