SWF mit schweren Vorwürfen gegen Jagerhofers checkrobin
Wien (APA) - Der Botendienst checkrobin, den der Eventmanager Hannes Jagerhofer gemeinsam mit Niki Lauda und dem Caterer Attila Dogudan im J...
Wien (APA) - Der Botendienst checkrobin, den der Eventmanager Hannes Jagerhofer gemeinsam mit Niki Lauda und dem Caterer Attila Dogudan im Jahr 2012 aus der Taufe gehoben hat, sieht sich massiver Kritik des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Österreich (SWV) konfrontiert. „checkrobin öffnet Steuerhinterziehung Tür und Tor“, so Katarina Pokorny, Vizepräsidentin des SWV.
Sie vermutet eine Unterwanderung des Transportgewerbes: „Gegen die Idee, Privatpersonen zu Postboten zu machen, ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Problematisch wird die Sache jedoch dann, wenn diese regelmäßig Transportleistungen durchführen und dafür ein Entgelt kassieren, das umsatzsteuerfrei ist und keinerlei Abgaben unterliegt“, ärgert sich Pokorny.
Es gäbe keinerlei rechtliche Absicherungen wie Gewährleistung, Haftpflichtversicherung oder Transportversicherung. „Die Sache ist ein Skandal und vor allem ein Schlag ins Gesicht der tausenden Kleintransporteure, die ihre Arbeit ordnungsgemäß und unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Auflagen verrichten.“
Jagerhofer kann die Vorwürfe im APA-Gespräch nicht nachvollziehen. Im Schnitt würden die Fahrer drei Botenfahrten im Jahr machen, niemand würde nur für die Paketzustellung fahren, das würde sich auch überhaupt nicht rechnen - und sei auch nicht der Grundgedanke des Konzeptes. Würden Fahrer mehr als den steuerlichen Freibetrag verdienen, müssten sie dieses Einkommen versteuern - wie alle anderen Tätigkeiten auch, bei denen mehr als der Freibetrag verdient werde.
Doch nicht nur die Jagerhofer/Lauda/Dogudan-Firma erzürnt Pokorny, auch die Wirtschaftskammer Wien bekommt ihr Fett ab. „Den Kessel zum Überlaufen hat jedoch ein von der Wirtschaftskammer Wien finanzierter Artikel in der Presse gebracht. Darin werden die Robins mit Kammergeldern - darunter auch jene Grundumlagen der knapp 3.800 Kleintransportunternehmen - in den Himmel gelobt und dem Lohndumping, das hier ganz offensichtlich betrieben wird, obendrein auch noch eine mediale Plattform geboten.