Wimbledon

Kvitova und Bouchard im Finale, Peyas Wimbledon-Traum geplatzt

Bild zeigt Alexander Peya.
© gepa/Grieves

Petra Kvitova besiegte ihre Landsfrau Lucie Safarova 7:6,6:1. Die Tschechin steht damit im Endspiel von Wimbledon. Dort trifft sie auf die Kanadierin Eugenie Bouchard, die ihr Match gegen Simona Halep aus Rumänien 7:6(5),6:2 gewann.

London - Die Tschechin Petra Kvitova und die Kanadierin haben in Wimbledon das Finale erreicht. Alexander Peya ist hingegen als letzter Österreicher im Erwachsenen-Bewerb ausgeschieden.

Die 24-Jährige Kvitova bezwang in der Vorschlussrunde des Rasen-Tennisturniers in London am Donnerstag ihre Landsfrau Lucie Safarova 7:6(8:6),6:1. Dank des Erfolgs über die Weltranglisten-23. ist der Weltranglisten-Sechsten ein Preisgeld von rund 1,1 Millionen Euro sicher.

Kvitova hat nun die Chance auf ihre zweiten Wimbledon-Titel. „Es ist großartig. Ich habe keine Worte, meine Gefühle zu beschreiben“, sagte die Nummer sechs der Tennis-Welt: „Ich weiß, wie es sich anfühlt, die Trophäe zu halten, und ich werde alles für meinen zweiten Titel tun.“ Vor drei Jahren hatte sie im Endspiel Maria Scharapowa aus Russland besiegt.

Ihre Final-Gegnerin ist die Kanadierin Eugenie Bouchard. Die 20-jährige Tennisspielerin aus Quebec bezwang im Halbfinale am Donnerstag French-Open-Finalistin Simona Halep aus Rumänien 7:6(5),6:2. Zum ersten Mal erreichte Bouchard damit ein Endspiel eines der vier bedeutendsten Turniere der Welt und krönte beim Rasen-Klassiker in London ihre bislang so überragende Saison.

„Ich bin nicht überrascht, ich habe hart gearbeitet, ich erwarte gute Resultate“, sagte Bouchard, die nach dem großen Moment kaum Emotionen zeigte. Als erste Spielerin der Damen-Tour seit 2009 stand sie bislang bei den ersten drei Majors des Jahres im Halbfinale. Bei den French Open und den Australian Open hatte sie den folgenden Schritt jeweils noch verpasst - nun wirkt sie reif für den Wimbledon-Titel.

„Ich liebe es hart zu arbeiten und ich liebe Herausforderungen“, sagte Bouchard. Den einzigen Vergleich der beiden Finalistinnen 2014 gewann Kvitova im vergangenen Sommer in Toronto.

Beide demonstrierten, warum sie zurecht erneut in einem Grand-Slam-Halbfinale standen. Bouchard lieferte ihr gewohnt aggressives Power-Tennis ab und zeigte sich auch im Tiebreak des umkämpften ersten Satzes mutig und nervenstark. Im zweiten Satz dominierte die junge Kanadierin klar gegen die am Knöchel und Oberschenkel dick bandagierte Rumänin, die bei 2:2 im ersten Satz im Rasen hängenblieb war. Fünf Matchbälle ließ die „Newcomerin“ des Jahres 2013 noch aus, ehe sie den sechsten verwandelte.

Kvitova musste im ersten Halbfinale gegen ihre Landsfrau Safarova eine nervlich anstrengende Prüfung bestehen. „Es war ein schwieriges Spiel, weil sie eine gute Freundin von mir ist“, verriet die Wimbledon-Championesse von 2011. Kvitova konnte sich in den wichtigen Momenten des Linkshänder-Duells auf ihren Aufschlag verlassen und dominierte den zweiten Satz klar. Mit einer unerreichbaren Rückhand verwandelte sie 1:19 Stunden ihren ersten Matchball, lächelte ungläubig und umarmte am Netz ihre Fed-Cup-Kollegin.

Peya-Aus im Doppel-Viertelfinale

Alexander Peya ist am Donnerstag als letzter ÖTV-Vertreter im Erwachsenen-Bewerb des Tennis-Grand-Slam-Turniers in Wimbledon ausgeschieden. Der 34-jährige Wiener unterlag mit dem Brasilianer Bruno Soares im Doppel-Viertelfinale der kanadisch-US-amerikanischen Paarung Vasek Pospisil/Jack Sock nach 2:52 Stunden 4:6,6:3,6:7(6),4:6. Damit muss Peya weiter auf einen Triumph beim Rasen-Klassiker warten.

Der Doppel-Weltranglistendritte stand zum dritten Mal nach 2008 (Viertelfinale) und 2011 (Halbfinale) in Wimbledon unter den letzten acht. Im Vorjahr war schon im Achtelfinale Endstation gewesen. Das die Niederlage nicht unverdient war, bezeugt eine Statistik. Während Peya/Soares nur eine einzige Break-Möglichkeit vorfanden und die auch nützten, hatten ihre Gegner gleich 17 Möglichkeiten, verwerteten allerdings nur zwei.

Damit ist Österreich im Turnier nur noch durch Lukas Miedler vertreten, der mit seinem italienischen Partner Filippo Baldi im Doppel-Bewerb der Junioren ins Viertelfinale einzog. (APA/dpa)