Erste Group - Treichl: Schmerzhafter Schnitt, kein Kapitalbedarf
Wien (APA) - Riesige Kreditrisikokosten und Abschreibungen auf die Bankgeschäfte in Ungarn und Rumänien bescheren der Erste Group heuer unte...
Wien (APA) - Riesige Kreditrisikokosten und Abschreibungen auf die Bankgeschäfte in Ungarn und Rumänien bescheren der Erste Group heuer unterm Strich bis zu 1,6 Mrd. Euro Verlust. Konzernchef Andreas Treichl sprach nach einer Vorstandssitzung Donnerstagabend gegenüber der APA von einem schmerzhaften Schnitt. Frisches Kapital müsse sich die Bank deswegen nicht beschaffen.
Die Kernkapitalquote werde nur gering absinken und bei 10 Prozent bleiben, ohne dass irgend eine Kapitalmaßnahme nötig würde, so der Banker. Die Bank sei mit der - nicht kapitalwirksamen - rund 800 Millionen Euro schweren Rumänien-Abschreibung ein für allemal von Firmenwerten befreit. Treichl sprach dabei auch von einem Vorgriff auf die nächsten Jahre: Es sollte sollte sichergestellt sein, dass es 2015, 2016 oder 2017 keine negativen Überraschungen mehr gibt.
Damit sei man auch mit den Anforderungen im „Asset Quality Review“ (EZB-Bilanzcheck) durch. Treichl zeigt sich „überzeugt, dass wir den Asset Quality Review und den Stresstest gut abschließen werden.“ Wichtig sei, dass man ab 2015 nicht mehr durch außerordentliche Effekte belastet werde. Ab dem Jahr 2015 werde der Reingewinn „stabiler und steigend“ sein.
Für 2014 wird der Vorstand wegen des hohen Verlusts jedenfalls keine Dividende vorschlagen, sagte der Erste-Chef heute. Weitere Nachrichten zu den heutigen Vorstandsentscheidungen und damit zusammenhängenden Maßnahmen soll es in der Halbjahrespressekonferenz am 31. Juli geben.
Das konsolidierte Gruppenbetriebsergebnis der Ersten soll „leicht“ unter dem für 2014 prognostizierten Wert liegen. 2015 wird ein stark verbessertes Betriebsergebnis nach Risiko erwartet.
~ ISIN AT0000652011 WEB http://www.erstegroup.com ~ APA593 2014-07-03/19:22
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