Ägypten

Mehrere Verletzte bei Bombenexplosion in Alexandria

Der Sprengsatz wurde in einem Zug gezündet, wie Sicherheitskräfte mitteilten.

Kairo - Am Jahrestag des Sturzes von Ägyptens Präsident Mohammed Mursi sind bei einem Bombenanschlag in der Hafenstadt Alexandria nach offiziellen Angaben mindestens fünf Menschen verletzt worden. Der Sprengsatz wurde am Donnerstag in einem Zug gezündet, wie Sicherheitskräfte mitteilten. Versteckt war die Bombe demnach in einem Koffer.

Das ägyptische Militär gab unterdessen bekannt, dass am Donnerstag 17 Jihadisten bei einer Schießerei auf der Sinai-Halbinsel getötet und drei festgenommen worden seien. Die Kämpfe ereigneten sich demnach nahe der Grenze zum Gazastreifen.

Zuvor hatten die Sicherheitskräfte mit einem massiven Polizeieinsatz in Kairo Proteste der Muslimbrüder niedergeschlagen. Marschierende Demonstranten wurden mit Tränengas und Schüssen auseinander getrieben, mehr als 200 Menschen festgenommen. Drei Polizisten seien bei einem Angriff auf ihren Kontrollposten im Süden der Hauptstadt verwundet worden, erklärten Sicherheitskräfte.

Das von der islamistischen Muslimbruderschaft angeführte Anti-Putsch-Bündnis hatte für Donnerstag zu einem „Tag der Wut“ aufgerufen, um gegen Mursis Absetzung durch die Armee vor einem Jahr zu protestieren. Viele große Plätze in der ägyptischen Hauptstadt wurden vorsorglich abgesperrt, Sicherheitskräfte patrouillierten in Stadtvierteln, in denen Unruhen erwartet wurden. (APA/AFP)