„Trance trifft Zep“: Robert Plant mit neuem Soloalbum - Popnews

Wien (APA) - „Trance trifft Zep“ lautet das etwas ungewöhnliche Motto für die neue Soloplatte von Robert Plant. Der ehemalige Led Zeppelin-S...

Wien (APA) - „Trance trifft Zep“ lautet das etwas ungewöhnliche Motto für die neue Soloplatte von Robert Plant. Der ehemalige Led Zeppelin-Sänger bringt Anfang September „lullaby and... The Ceaseless Roar“ auf den Markt, das er als „festliches Album“ verstanden wissen will, „kraftvoll, mutig und afrikanisch beeinflusst“. Aufgenommen hat er es mit seiner aktuellen Band The Sensational Space Shifters.

„1000 Forms of Fear“ besingt die australische Sängerin Sia auf ihrem neuen, gleichnamigen Album, das dieser Tage erscheint. Ihre erste Veröffentlichung seit vier Jahren wurde von Greg Kurstin produziert und präsentiert die 38-Jährige tief im Pop verwurzelt. Wo Sia früher auf Solopfaden sowie etwa für die britische Gruppe Zero 7 zu Downtempo-Beats und verträumten Klangflächen ihre Stimme erhob, geht es diesmal geradliniger und radioorientierter zu - inklusive Vocodereinsätzen und raumgreifender Refrains, wie etwa die erste Single „Chandelier“ untermauert.

„Chroma“ kann als Farbgebung offenbar für bluesgetränktes Singer-Songwritertum stehen. Jedenfalls dürfte dies Eugene McGuinness so sehen. Sein neues, auf diesen Namen hörendes Album zeigt den 28-jährigen Briten ganz einer psychedelisch angehauchten Vergangenheit ergeben, wobei er sich durchaus in der Nähe von Jake Bugg oder den Arctic Monkeys ansiedelt. Stücke wie „Godiva“ und „Fairlight“ offenbaren dabei gehöriges Ohrwurmpotenzial, ohne zu geschliffen daherzukommen. Bleibt nur zu hoffen, dass McGuinness bei einer künftigen Tour auch den Weg nach Österreich findet.

„From Scotland with Love“ schickt Kenny Anderson seine elf neuesten, musikalischen Grüße. Für den umtriebigen Schotten, der als King Creosote seit Ende der 90er Jahre einen wirklichen beachtlichen Output an offiziellen und weniger offiziellen Stücken vorweisen kann, ist die Anbiederung an aktuelle Poptrends aber immer noch ein rotes Tuch. Stattdessen kocht Anderson gemächlich sein eigenes Süppchen, mal reduziert auf Stimme und Gitarre, dann wieder liebevoll ausarrangiert. Folk-Fans würden dies wohl als zeitlos bezeichnen.

Ein „Instrument“ für ein Trio: Die in Berlin ansässige Gruppe To Rococo Rot braucht dann doch etwas mehr Equipment, um ihre neue, mittlerweile achte Studioplatte zu fabrizieren. Die Brüder Robert und Ronald Lippok sowie Stefan Schneider haben dafür erstmals einen recht klassischen Zugang gewählt und sich neben deutlich klareren Songstrukturen mit Arto Lindsay auch einen Sänger für drei Stücke geangelt. Wie gut das harmoniert, offenbart etwa „Classify“, ein sich zaghaft entfaltendes Kleinod, ideal geeignet für lauschige Sommerabende. Aber auch rein instrumental besticht die entspannte Herangehensweise von To Rococo Rot, wie „Besides“ vor Ohren führt.

„Ryan Adams“ von Ryan Adams: Der US-amerikanische Musiker verzichtet für sein neues, mittlerweile 14. Studioalbum auf einen Titel und benennt es einfach nach sich selbst. Ab 5. September soll der Nachfolger zu „Ashes & Fire“ erhältlich sein. Einen ersten Vorgeschmack auf die elf neuen Stücke, die Adams in seinem Studio in Los Angeles selbst produziert hat, liefert die Single „Gimme Something Good“, die bereits online als Stream bereit steht.

„Diese Lieder“ heißt das Debütalbum der Steirerin Kathi Fasching, die als Fräulein Laut die Bühnen erobern will. Die elf durchwegs selbst komponierten Stücke bieten zugänglichen Mundart-Rock wie beispielsweise im Titelsong, wagen den Schritt in nachdenklichere Gefilde („Die Sunn“) oder präsentieren sich romantisch („Halt mi“). Am 11. Juli fungiert Fräulein Laut als Anheizerin für den deutschen Popstars Nena in der Grazer Messe.