Sieben Anklagen wegen Tiananmen-Gedenkens in China
Peking (APA/AFP) - Nach einer Zeremonie zum Gedenken an den 25. Jahrestag des Blutbads auf dem Platz des Himmlischen Friedens sind in China ...
Peking (APA/AFP) - Nach einer Zeremonie zum Gedenken an den 25. Jahrestag des Blutbads auf dem Platz des Himmlischen Friedens sind in China nach Angaben von Aktivisten sieben Menschen angeklagt worden. Ihnen werde vorgeworfen, in der zentralen Provinz Henan „Streit angezettelt und Unruhe verursacht“ zu haben, teilte die in den USA ansässige Menschenrechtsorganisation Chinese Human Rights Defenders am Freitag mit.
Unter den Angeklagten sind demnach eine Anführerin der Studentenproteste vom Juni 1989, Chen Wei, ihr Ehemann Yu Shiwen sowie zwei Anwälte. Ihnen drohen bis zu fünf Jahre Haft.
In der Nacht zum 4. Juni 1989 war die chinesische Armee mit Panzern gegen Studenten vorgegangen, die wochenlang auf dem Tiananmen-Platz für mehr Demokratie demonstriert hatten. Dabei wurden Hunderte, möglicherweise sogar tausende Menschen getötet. Die Führung in Peking begründete das Vorgehen mit der Notwendigkeit, „Chaos“ zu beenden. Bis heute lässt sie keine echte Aufarbeitung der Vorfälle zu.
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