Militante Palästinenser setzten Raketenbeschuss Israels fort

Ramallah/Jerusalem (APA/dpa) - Militante Palästinenser im Gazastreifen haben am Freitag trotz israelischer Warnungen ihre Raketenangriffe fo...

Ramallah/Jerusalem (APA/dpa) - Militante Palästinenser im Gazastreifen haben am Freitag trotz israelischer Warnungen ihre Raketenangriffe fortgesetzt. Am Morgen seien vier Raketen in den Süden Israels abgefeuert worden, teilte die israelische Armee mit. Berichte über eine bevorstehende Waffenruhe wurden von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu dementiert.

Eines der aus dem Gazastreifen abgefeuerten Geschosse wurde laut Armee vom Raketenabwehrsystem „Eiserne Kuppel“ zerstört. Mindestens zwei weitere seien auf freiem Feld eingeschlagen. Die Bewohner der Ortschaften nahe des Gazastreifens wurden aufgefordert, in der Nähe von Schutzräumen zu bleiben.

Die israelische Armee hatte am Donnerstag Bodentruppen an den Rand des Gazastreifens verlegt. Israel betont aber, es sei nicht an einer weiteren Eskalation interessiert. In der Nacht zum Freitag kam es zum ersten Mal seit Tagen nicht zu israelischen Luftangriffen in dem Palästinensergebiet am Mittelmeer. Auch auf die neuen Raketenangriffe reagierte Israel zunächst nicht.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte Hamas am Donnerstag vor einem weiteren Beschuss Südisrael mit Raketen gewarnt. Bei einer Rede anlässlich eines Empfangs des US-Botschafters zum amerikanischen Nationalfeiertag erklärte Netanyahu, falls in der Region nicht wieder Ruhe einkehre, würden die an den Rand des Gazastreifens verlegten Bodentruppen energisch handeln. „Die Sicherheit unserer Bürger kommt vor allem anderen“, sagte Netanyahu.