Safari in Afrika

Shitstorm ausgelöst: Cheerleaderin prahlt mit erlegten Tieren

Die 19-jährige Kendall Jones tötet Tiere. Sie lebt in Texas, wo sie schon als Kind mit ihrem Vater auf die Jagd gegangen ist, schreibt sie auf ihrer Facebook-Seite. Dort postet sie Bilder von sich und ihrer Beute - und hat damit eine Welle der Empörung ausgelöst.

Texas – Elefanten, Zebras, Antilopen, Büffel, Nashorn und sogar Geparde und Löwen: Die 19-jährige Kendall Jones geht in Afrika auf die Jagd von Tieren - meist auch vom Aussterben bedrohter Tiere. Ihre Jagd-Erfolge teilt sie mit der Öffentlichkeit auf Facebook und stößt damit bei den meisten auf Unverständnis. Als „Mörderin“ wird die junge Amerikanerin beschimpft, eine Userin wünscht sich, dass die junge Frau selbst von einem Löwen attackiert werde. Ein anderer: „Ich hoffe du wirst von einem Pfeil getroffen, oder noch besser, von einem Bus überfahren.“

„Big 5“ als großes Ziel

Als kleines Mädchen posierte die Cheerleaderin mit großen Waffen neben toten Tieren. „So sehr ich auch etwas erschießen wollte, ich war einfach zu klein, um die Waffe zu halten“, schreibt Kendall auf ihrer Facebook-Seite über ihren ersten Trip nach Afrika. Im Alter von neun Jahren begleitete sie ihren Vater zum ersten mal auf einer Safari in Afrika. Seitdem hat die ehrgeizige Studentin unzählige Tiere mit Pfeil und Bogen oder Jagdgewehren getötet. Ihr großes Ziel war es, die „Big 5“-Liste abzuarbeiten: Das bedeutet, ein Nashorn, einen Elefanten, einen Büffel, einen Leoparden und einen Löwen zu erlegen.

Tierschützer riefen eine Online-Petition ins Leben. Diese soll Facebook-Gründer Marc Zuckerberg dazu bewegen, Kendalls Seite aus dem sozialen Netzwerk zu entfernen. Bislang haben über 260.000 Menschen unterschrieben. Zur Petition: http://go.tt.com/VlDe7D

Population schützen und afrikanische Familien ernähren“

Die junge Frau lässt sich aber von den aggressiven Postings auf ihrer Seite nicht beeindrucken und wird wohl auch weiterhin ihre Jagderfolge öffentlich machen. Kendall selbst sieht das alles ganz anders. Sie betont, dass alle Tiere legal geschossen sind, dass die Tiere geschossen werden, um die Populationen zu schützen und zu erhalten. Außerdem könnten sich von einem toten Elefanten bis zu 100 Familien vor Ort ernähren. Deren Herden würden nämlich nicht selten von jenen Tieren gerissen, die sie jagt, beschwichtigt die blonde Studentin. Für die Zukunft ist bereits eine eigene Reality-Fernsehshow mit Kendall in Planung. Diese soll 2015 ausgestrahlt werden. (TT.com)