Fußball-WM: Splitter 1 - ConfedCup als schlechtes Omen für Brasilien
Rio de Janeiro (APA/dpa/Reuters/Si) - Splitter von der Fußball-WM in Brasilien:...
Rio de Janeiro (APA/dpa/Reuters/Si) - Splitter von der Fußball-WM in Brasilien:
Der Erfolg im Confed-Cup im vergangenen Jahr ist ein schlechtes Omen für WM-Gastgeber Brasilien. Noch nie ist ein Team Weltmeister geworden, das im Jahr zuvor die WM-Generalprobe gewonnen hatte. Brasilien hat den ConfedCup bereits viermal (1997, 2005, 2009, 2013) gewonnen, so oft wie keine andere Mannschaft.
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Brasiliens Ex-Star Zico sieht den Erwartungsdruck als Ursache dafür, dass der Gastgeber bisher noch nicht zum „Jogo bonito“ (schönes Spiel) gefunden hat. „Die Selecao übernimmt nicht wie früher die Initiative. Heute wartet Brasilien auf den Gegner“, erklärte der WM-Teilnehmer von 1982 und 1986 in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“. „Jetzt gehen sie keine Risiken mehr ein. Das macht die Verantwortung, diese Copa gewinnen zu müssen. Dieser Druck führt dazu, dass die Spieler hinten kleben bleiben und das Mittelfeld hat nicht mehr die Qualität“, ergänzte der 61-Jährige.
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Brasiliens Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva, der von 2003 bis 2010 im Amt war, zittert mit der Selecao mit. Besonders das Achtelfinale gegen Chile, das der WM-Gastgeber im Elfmeterschießen gewonnen hatte, ging auch Lula da Silva an die Nerven. „Ich schaue mir Weltmeisterschaften seit 1958 an, aber ich war noch nie so nervös wie am Samstag“, sagte der ehemalige Präsident.
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Die internationale Polizei-Kooperation im Zuge der WM hat zur Ergreifung eines Flüchtigen geführt, der wegen Mord und Folter während der argentinischen Diktatur in den 70er-Jahren gesucht worden war. Salvador Siciliano war führendes Mitglied einer antikommunistischen Todesschwadron, ihm wird Entführung, Folter und Mord von drei Menschen zwischen 1973 und 1975 zur Last gelegt. Siciliano, der Mitte 70 ist, wurde am Donnerstag in einem Haus in Aruja, einer Vorstadt von Sao Paulo, festgenommen.
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Teofilo Cubillas, in den 70er-Jahren als „Pele von Peru“ verehrt, hat sein Urteil über die WM revidiert. Der 65-Jährige hatte vor dem Turnier moniert, „dass heutzutage nur noch gespielt wird, um nicht zu verlieren“. Nun meinte er: „An dieser Copa ist alles anders, eigentlich wie früher. Es ist die WM der großen Namen.“ Und dann zählt er in seinem Hotel in Rio seine Lieblingsspieler auf: „Messi, Neymar, Benzema, James Rodriguez, Shaqiri.“
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