Verkehr

Arlbergbahn wird 15 Tage gesperrt

Bautrupps der ÖBB arbeiten ab 28. September rund um die Uhr, um ein Modernisierungspaket mit Kosten von 16,5 Mio. Euro umzusetzen.

Landeck –Alle drei bis vier Jahre wieder: Auf der 90 Kilometer langen Eisenbahnstrecke zwischen Ötztal-Bahnhof und Bludenz sind umfangreiche Wartungsarbeiten nötig. Das schon jetzt in allen Details geplante Modernisierungspaket wird ab 28. September umgesetzt.

„Die Bautrupps arbeiten 15 Tage in drei Schichten rund um die Uhr“, schildert ÖBB-Sprecher René Zumtobel. „Das Paket umfasst mehr als 100 Einzelvorhaben wie den Austausch von Schienen, Bahnschwellen und Weichen. Der logistische Aufwand ist enorm, jeder einzelne Bahnkilometer ist durchgeplant.“

Ziel des minutiös vorbereiteten Manövers ist laut Zumtobel die Erhöhung der Sicherheit. In Summe werden 92 ÖBB-Mitarbeiter im Einsatz sein, dazu kommen 15 Spezialisten von Fremdfirmen. Die ÖBB Infrastruktur AG investiert 16,5 Mio. Euro.

Hauptschauplätze auf Tiroler Seite sind die Bauarbeiten zwischen Ötztal und Landeck, am Bahnhof Imst-Pitztal sowie zwischen Landeck und Pians und am Bahnhof Strengen. Auf Vorarlberger Seite wird an mehreren Stellen zwischen Langen und Braz gearbeitet. Neben den Gleisarbeiten werden Brücken und Gewölbe saniert. Mehrerer Wasserdurchlässe müssen erneuert werden. Bei Bäumen und Sträuchern entlang der Bahntrasse kommt die Motorsäge zum Einsatz.

„Die Strecke wird nur so kurz wie unbedingt nötig gesperrt, dafür bitten wir um Verständnis“, so ÖBB-Streckenmanager Erwin Nagele. Wie immer bei derartigen Sperren richten die ÖBB einen Schienenersatzverkehr ein. 40 ÖBB-Postbusse und zusätzlich einige private Busse werden für die Reisenden im Einsatz sein. „Die Fahrgäste werden gebeten, sich rechtzeitig über die geänderten Abfahrtszeiten der Züge bzw. Busse zu informieren“, empfiehlt Zumtobel.

Während der Sperre der Arlbergbahnstrecke von 28. September bis 12. Oktober, verkehren die Fernverkehrszüge aus Zürich und Bregenz in Richtung Innsbruck, Salzburg, Wien nach einem geänderten Fahrplan. Diese Züge werden zwischen Zürich und Bludenz jeweils um ca. 30 Minuten früher geführt.

„Auch aktuelle Informationen für die Reisenden sind nötig, damit das Manöver möglichst reibungslos gelingt“, betont der ÖBB-Sprecher. „Abweichungen vom planmäßigen Verkehr werden zeitgerecht in die elektronische Fahrplaninformation eingearbeitet.“

Zudem steht den Fahrgästen rund um die Uhr die ÖBB-Hotline unter Tel. 05/1717 zur Verfügung. Infos im Internet sind unter www.oebb.at abrufbar. (TT, hwe)

Für Sie im Bezirk Landeck unterwegs:

Matthias Reichle

Matthias Reichle

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