Medizinstudium

2713 Bewerber rittern um 450 Plätze an Innsbrucker Med-Uni

Foto von einer Aufnahmeprüfung für das Medizinstudium in Innsbruck. Bereits seit Jahren müssen die Prüfungen wegen Platzmangel aus der Uni selbst ausgelagert werden.
© TT/Thomas Böhm

Das Interesse an medizinischen Studienplätzen in Innsbruck hält weiter an. Die Zahl der Teilnehmer an den heute in Innsbruck abgehaltenen Aufnahmeverfahren (2014: 2713, 2013: 2181) ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Innsbruck – Mit insgesamt fast 10.000 Teilnehmern hat am Freitagvormittag der österreichweit größte Uni-Aufnahmetest begonnen. Bis zum Nachmittag kämpfen sie um einen der 1560 Medizin-Anfängerstudienplätze für das Studienjahr 2014/15 an den Standorten Wien, Graz, Innsbruck und heuer erstmals Linz.

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen fanden in Innsbruck die verschiedenen Aufnahmeverfahren wieder in den Messehallen statt. Einlass und Abhaltung verliefen auch in diesem Jahr reibungslos und diszipliniert, heißt es in einer Aussendung der Medizinischen Universität Innsbruck. Insgesamt absolvierten 2713 Teilnehmer die Tests, die Zahl zum Vorjahr ist gestiegen (2181).

Im Wintersemester 2014/15 stehen an der Med-Uni Innsbruck 360 Plätze für Humanmedizin, 40 Plätze für Zahnmedizin, 30 Plätze für das Bachelorstudium Molekulare Medizin und 20 Plätze für das Masterstudium Molekulare Medizin zur Verfügung. Die vom Nationalrat beschlossene Quotenregelung kommt bei Human- sowie Zahnmedizin erneut zum Einsatz: Danach stehen 75 Prozent der Plätze für Bewerber mit österreichischem Maturazeugnis zur Verfügung, 20 Prozent für Bewerber aus EU-Mitgliedstaaten und fünf Prozent für Bewerber aus anderen Ländern. Das Bachelor- und das Masterstudium der Molekularen Medizin unterliegen nicht der Quotenregelung.

Alle vier Med-Unis Österreichs (Wien, Graz, Innsbruck und Linz) verwenden die gleichen Aufnahmetests - den sogenannten „MedAT-H“ für angehende Humanmediziner bzw. den „MedAT-Z“ für Zahnmediziner. Ersterer prüft dabei das schulische Vorwissen aus Biologie, Chemie, Physik und Mathe sowie Lesekompetenz, Textverständnis und heuer erstmals „Akademisches Denken“ ab. Die angehenden Mediziner müssen dabei aus bestimmten Sachverhalten logische Schlüsse ziehen. Ein weiterer Teil widmet sich außerdem „Kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten“ (Zahlenfolgen, Merkfähigkeit, Figuren zusammensetzen, Wortflüssigkeit). Der MedAT-Z ist größtenteils ident, statt der Testteile Textverständnis und „Akademisches Denken“ werden aber manuelle Fähigkeiten durch einen Drahtbiegetest überprüft. (TT.com)

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