Asfinag zieht positive Bilanz über zweite Pfändertunnel-Röhre

Wien/Bregenz (APA) - Der Bau der zweiten Pfändertunnel-Röhre in Vorarlberg hat sich offenbar rentiert. Deutlich weniger Unfälle als im selbe...

Wien/Bregenz (APA) - Der Bau der zweiten Pfändertunnel-Röhre in Vorarlberg hat sich offenbar rentiert. Deutlich weniger Unfälle als im selben Zeitraum davor (neun statt 42), dabei keine Verletzten (davor: 25), durchschnittlich rund 14 Prozent mehr Verkehr im Tunnel und kaum Staus: Diese positive Bilanz zog die Asfinag am Freitag nach einem Jahr mit zwei Röhren.

„Genau das war unser Ziel: mehr Sicherheit, keine folgenschweren Frontalcrashs mehr und das Ende der Staus“, zeigte sich Asfinag-Geschäftsführer Klaus Fink mit dem Ergebnis zufrieden. Trotz Zunahme des Verkehrs um rund 14 Prozent seit der Eröffnung am 4. Juli 2013 seien Verkehrsbehinderungen ausgeblieben. Selbst starke Reisetage mit 50.000 Fahrzeugen pro Tag konnten ohne Stau bewältigt werden. Zusätzlich habe die zweite Röhre einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung der Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz geleistet.

Beide Umstände führt die Asfinag auf die moderne technische Ausstattung des Pfändertunnels zurück. Die neue Fahrspursignalisierung im Tunnel führe im Fall einer Autopanne den Verkehr einspurig am liegen gebliebenen Fahrzeug vorbei. Im Fall von längerfristigen Sperren einer Röhre, etwa bei einem Unfall, sorge ein mobiles Überleitsystem dafür, dass der Verkehr einspurig im Gegenverkehrsbetrieb durch die freie Röhre geführt werde und damit auf der Rheintalautobahn (A 14) bleiben könne.

Durchschnittlich habe die Autobahngesellschaft täglich zwischen 32.000 und 33.000 Fahrzeuge im 6,7 Kilometer langen Tunnel registriert. Die stärksten Monate seien August 2013 und März 2014 gewesen, erläuterte Asfinag-Sprecher Alexander Holzedl auf Nachfrage der APA. Eklatante Verkehrseinbrüche habe es im vergangenen Jahr trotz des milden Winters nicht gegeben. Er räumte allerdings ein, dass man im nächsten Jahr - mit einem eventuell kälteren Winter - bessere Vergleichsmöglichkeiten haben werde.

Der Bau der neuen Tunnelröhre konnte ab 2006 in sechs Jahren bewerkstelligt und im Juni 2012 abgeschlossen werden. Danach wurde die alte Röhre generalsaniert und ebenfalls auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die Kosten für den Neubau und die Sanierung beliefen sich nach Angaben der Straßenbaugesellschaft Asfinag auf rund 200 Mio. Euro. Ursprünglich waren 212 Mio. Euro veranschlagt gewesen.

~ WEB http://www.asfinag.at ~ APA244 2014-07-04/12:27